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Merch on Demand neue Produkte 2026: Daniel Gaiswinkler zur Tier-Up-Welle und den 21 neuen Produkttypen

Merch on Demand neue Produkte: das kam 2026 dazu

Daniel GaiswinklerVon Daniel Gaiswinkler
Aktualisiert: 19. Februar 2026
14 Min. Lesezeit

Sieben neue Produkte an einem einzigen Tag. Wohndecken, Sherpadecken, Poster, Edelstahl-Reisebecher, Mauspads, Laptophüllen und ein Zwölferpack Kugelschreiber. Als ich das Ende August im Merch-Portal gelesen hab, hat mich das ehrlich vom Hocker gehauen.

Und das war nicht die einzige Meldung. Amazon hat 2026 in acht Monaten mehr neue Produkte freigeschaltet als in den drei Jahren davor zusammen. Wer immer noch erzählt, Merch on Demand sei tot, hat seit einem Jahr nicht mehr ins Dashboard geschaut.

https://youtu.be/eZxP_pUqksM

Das Wichtigste in Kürze

  • 21 neue Produkttypen sind 2026 allein im US-Store dazugekommen, sieben davon an einem einzigen Tag am 31. August.
  • Decken und Poster sind die spannendsten Neuzugänge, weil dort die Marge höher liegt und der Markt noch leer ist.
  • Das Notizbuch ist das einzige neue Produkt, auf das du deine bestehenden T-Shirt-Designs einfach übertragen kannst.
  • Finger weg von Werbung auf dem günstigen T-Shirt in Deutschland. Da bleiben dir 1,09 Euro, damit rechnet sich keine Anzeige.

1. Wie viele neue Produkte Amazon 2026 wirklich gebracht hat

21 neue Produkttypen im US-Store, in acht Monaten. Das ist die Antwort, und sie ist gezählt, nicht geschätzt.

Ich hab mir die Update-Seite im Merch-Portal vorgenommen und die Meldungen pro Jahr durchgezählt. Das Ergebnis sagt mehr über den Zustand des Programms als jede Diskussion in irgendeiner Facebook-Gruppe.

JahrProduktmeldungen im Portal
20236
20247
202516
2026 (bis Ende August)15
Gezählt aus den offiziellen Meldungen im Merch-Portal, Stand 31. August 2026.

2024 waren es sieben Meldungen im ganzen Jahr. 2026 stehen wir nach acht Monaten bei fünfzehn. Ein Unternehmen, das ein Programm einstellen will, baut keine sieben neuen Produktlinien an einem Tag dazu.

Amazon Merch on Demand neue Produkte: Balkendiagramm der Produktmeldungen 2023 bis 2026
2024 gab es sieben Meldungen im ganzen Jahr, 2026 schon fünfzehn bis Ende August.

Welche Produkte sind 2026 dazugekommen?

Die komplette Liste für den US-Store, chronologisch: Baseball-Caps und Trucker-Caps im Januar, das sportliche Sonnenvisier im März, Comfort-Colors-Crop-Tops, Sweatshirts, Performance-Shirts und Performance-Hoodies im April, der 445-Milliliter-Becher Ende Juni, Sportrucksäcke und Hardcover-Tagebücher im Juli, Trikots für Fußball, Basketball und Baseball Anfang August. Und dann eben die sieben vom 31. August.

In Europa lief parallel der Rollout von Tumblern und Wasserflaschen, dazu Comfort Colors und die Premium-Shirts. Japan hat Performance-Shirts bekommen.

Übersicht aller 21 neuen Produkttypen bei Merch on Demand 2026
21 neue Produkttypen in acht Monaten, die letzten sieben kamen an einem einzigen Tag.

2. Welche neuen Produkte sich wirklich lohnen

Neu heißt nicht automatisch gut. Von den Neuzugängen sind aus meiner Sicht drei Gruppen interessant, und eine ist eine Falle.

Merch on Demand neue Produkte im Vergleich: Caps, Decken und Value-Shirt
Drei Produkte, drei völlig verschiedene Entscheidungen.

Decken und Poster: die höhere Marge

Auf die Decken freu ich mich am meisten. Ich kenn das noch aus dem E-Commerce und aus dem Facebook-Ads-Bereich: Als Decken dort neu rauskamen, sind die durch die Decke gegangen, im wahrsten Sinne.

Der Grund ist simpel. Eine Decke kostet den Endkunden mehr als ein T-Shirt, und dir als Anbieter bleibt eine größere Marge hängen. Größere Marge heißt, du kannst Werbung schalten, ohne dass die Rechnung sofort kippt. Und weil das Produkt bei Amazon erst seit ein paar Tagen existiert, ist der Markt dort noch überhaupt nicht abgegrast.

Genau dieses Zeitfenster haben viele bei den Tassen und den Tumblern verpasst. Wer damals in der ersten Woche hochgeladen hat, hatte einen Vorsprung, den man später kaum noch aufholt.

Caps: unterschätzt, aber sie brauchen eigene Designs

Bei den Caps hab ich aus unserer Gruppe mitbekommen, dass jemand extra Designs dafür gemacht hat und die direkt verkauft hat. Das ist der entscheidende Punkt.

Du kannst dein T-Shirt-Motiv natürlich auf die Kappe legen. Ob das funktioniert, ist die zweite Frage. Auf der Cap hast du eine kleine, breite Fläche. Da funktioniert ein Wort oder ein kleines Icon, kein Spruch über vier Zeilen. Bei den Decken und Postern wird es genauso sein: eigene Motive statt umgeflanschter Shirt-Designs.

Das Notizbuch: das einzige Produkt zum einfachen Skalieren

Das Hardcover-Tagebuch ist für mich der stärkste Neuzugang für bestehende Kataloge, weil es das einzige ist, auf das deine vorhandenen T-Shirt-Designs ohne Umbau passen.

Da lohnt sich das Übertragen wirklich. Mit Tools wie MerchFlow geht das per Knopfdruck, oder du suchst dir erst deine Hot Seller raus und skalierst die einzeln mit Snap hoch. Wie das Skalieren auf neue Produkttypen praktisch abläuft, hab ich in meinem Beitrag zu Upload-Automation bei Merch on Demand gezeigt.

Was ich daran besonders gut finde: Das Notizbuch schließt eine Lücke, die man vorher mit KDP bedient hat. Und bei KDP kannst du Notizbücher längst nicht mehr in Masse hochladen. Für das kommende Q4 verspreche ich mir da einiges.

Was davon überhaupt in Deutschland ankommt

Die meisten Neuzugänge starten im US-Store. Wenn du wie ich hauptsächlich für Deutschland produzierst, ist das erst mal frustrierend. Es gibt aber eine Bewegung, die man kennen sollte.

Tumbler und Wasserflaschen sind im Februar zuerst in Großbritannien gekommen und im April dann nach Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien gewandert. Bei Comfort Colors und den Premium-Shirts lief es genauso: erst UK im Dezember, dann Anfang April der Rest von Europa. Das günstige T-Shirt kam im Juli direkt europaweit.

Das Muster ist ziemlich stabil: Was in den USA funktioniert, kommt mit etwa zwei bis vier Monaten Verzögerung nach Großbritannien und danach in die übrigen EU-Märkte. Wer also jetzt sieht, dass Decken in den USA laufen, hat einen ganz brauchbaren Vorlauf, um Motive für den deutschen Markt vorzubereiten.

Verlassen würde ich mich darauf nicht. Es gibt Produkte, die nie über den Teich kommen. Aber als Planungsgrundlage ist das Muster besser als gar nichts.

Woran du erkennst, ob ein neues Produkt für dich taugt

Ich geh bei jedem Neuzugang drei Fragen durch, bevor ich Zeit investiere.

Erstens: Passt meine bestehende Bibliothek drauf? Wenn ja, ist der Aufwand fast null und ich mach es sofort. Das war beim Notizbuch der Fall. Wenn nein, kostet jedes Listing ein neues Design, und dann muss der zweite Punkt stimmen.

Zweitens: Wie viel bleibt hängen? Bei einem Produkt mit zwei Euro Marge kann ich keine Anzeigen fahren, ich bin also komplett auf organische Sichtbarkeit angewiesen. Bei einer Decke mit deutlich höherem Verkaufspreis sieht die Rechnung anders aus. Die aktuellen Sätze stehen immer auf der Lizenzgebührenseite im Portal, und die ändert sich öfter, als man denkt.

Drittens: Wie voll ist die Kategorie schon? Such das Produkt bei Amazon und schau dir die ersten zwei Reihen an. Wenn dort schon hundert Varianten desselben Spruchs liegen, ist das Zeitfenster durch. Bei den Produkten vom 31. August ist es weit offen, einfach weil es sie erst seit ein paar Tagen gibt.

3. Die Falle: das günstige T-Shirt in Deutschland

Schalt darauf keine Werbung. Das ist die kurze Antwort, und ich hab es selbst getestet.

Als das günstige T-Shirt im Juli in Europa kam, hatte ich Hoffnung. Endlich ein Billo-Shirt, nur zwei Farben, Preis schön hochsetzen, wieder gescheite Tantiemen. So war der Gedanke.

Die Realität: Du kannst den Preis zwar auf 17,99 Euro stellen, aber Amazon verkauft das Shirt auf der Seite trotzdem für 12,99. Und bei 12,99 bleiben dir 1,09 Euro Lizenzgebühr. Beim normalen Standard-Shirt sind es 2,70 Euro.

Value-Shirt bei Merch on Demand Deutschland: 1,09 Euro statt 2,70 Euro Lizenzgebühr
Weniger als die Hälfte der Lizenzgebühr, und damit rechnet sich keine Anzeige mehr.

Rechne das mal durch. Mit 1,09 Euro Marge müsste dein Klickpreis irgendwo zwischen drei und neun Cent liegen, damit die Anzeige überhaupt aufgeht. Solche Klickpreise gibt es in Deutschland nicht. Werbung auf dieses Produkt zu schalten, macht deshalb schlicht keinen Sinn.

Mein Umgang damit: ein paar Designs übertragen, organisch mitlaufen lassen, abwarten. Mehr nicht. Wie die Lizenzgebühren im US-Store seit Juni funktionieren, steht ausführlich in meinem Beitrag zu den neuen Royalty-Gruppen bei Merch on Demand.

4. Die Änderung, die dich Designs kosten kann

Amazon ersetzt das Damen-Tanktop durch eine neue Racerback-Passform. Deine ASINs und deine Rezensionen wandern mit. Aber es gibt eine Bedingung, die man leicht überliest.

Damen-Tanktop bei Merch on Demand: welche Designs automatisch übernommen werden
Nur Designs mit Verkauf in den letzten zwölf Monaten wandern automatisch mit.

Automatisch übernommen wird nur, was in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal verkauft wurde. Alles andere musst du nach dem Rollout selbst neu veröffentlichen, sonst ist es weg. Das Herren-Tanktop ist nicht betroffen.

Diese zwölf Monate sind übrigens kein Zufall. Genau derselbe Zeitraum entscheidet inzwischen auch über deinen Tier-Up, und das ist ein Thema für sich. Ich hab die aktuellen Kriterien und die August-Welle im Detail aufgeschrieben, samt der Frage, warum die berühmten 80 Prozent nie gestimmt haben: Merch by Amazon Tier-Up: die echten Kriterien.

5. Was ich mit den neuen Produkten jetzt mache

Meine Reihenfolge sieht so aus, und sie hat mit dem Aufwand zu tun, nicht mit der Begeisterung.

  1. Notizbücher zuerst, weil die bestehenden Designs ohne Umbau draufpassen. Das ist der schnellste Weg zu neuen Listings.
  2. Caps mit eigenen Motiven. Wenige, dafür passend gestaltet. Ein Wort, ein Icon, mehr nicht.
  3. Decken und Poster beobachten, sobald sie im Konto auftauchen. Dort ist das Zeitfenster offen, und dort liegt die Marge.
  4. Value-Shirt organisch mitlaufen lassen, ohne einen Cent Werbebudget.

Ehrlich gesagt: Bei den Kugelschreibern verspreche ich mir nicht viel. Zwölf Stück im Pack, bedruckt, das ist eher Nische. Aber allein dass so etwas überhaupt kommt, sagt einiges darüber aus, wohin Amazon mit dem Programm will.

6. Für wen sich Merch on Demand jetzt noch lohnt

Für alle, die schon einen Account haben, ist das gerade eine gute Zeit. Neue Produkte, offene Märkte, und die Tier-Ups laufen wieder.

Schwieriger ist es für Einsteiger. Die unteren Tiers, also Tier 10 und Tier 25, haben bei der letzten Welle nichts abbekommen. Ausgerechnet die, die es am nötigsten hätten. Und reinzukommen ist auch nicht leichter geworden, weil du dich bewerben musst und dich dann hocharbeitest.

Mein Rat an der Stelle: Wenn du neu bist, setz nicht alles auf Merch on Demand allein. Welche Werkzeuge bei mir nach zehn Jahren übrig geblieben sind, steht in meinem Überblick über meinen Merch-Stack.

FAQ zu den neuen Produkten bei Merch on Demand

Welche neuen Produkte gibt es 2026 bei Merch on Demand?

2026 sind im US-Store 21 neue Produkttypen dazugekommen. Dazu gehören Baseball- und Trucker-Caps, ein Sonnenvisier, Comfort-Colors-Varianten, Performance-Shirts und Hoodies, ein 445-Milliliter-Becher, Sportrucksäcke, Hardcover-Tagebücher, Trikots für Fußball, Basketball und Baseball sowie seit dem 31. August Wohndecken, Sherpadecken, Poster, Edelstahl-Reisebecher, Mauspads, Laptophüllen und ein Zwölferpack Kugelschreiber.

Kann ich meine T-Shirt-Designs auf die neuen Produkte übertragen?

Technisch ja, sinnvoll nur beim Notizbuch. Dort passt das Format ohne Umbau. Bei Caps, Decken und Postern solltest du eigene Motive gestalten, weil die Druckfläche eine völlig andere Form hat als beim Shirt.

Lohnt sich das günstige T-Shirt in Deutschland?

Organisch ja, für Werbung nein. Amazon verkauft es für 12,99 Euro, dabei bleiben 1,09 Euro Lizenzgebühr statt der 2,70 Euro beim Standard-Shirt. Für Anzeigen bräuchtest du Klickpreise von drei bis neun Cent, und die gibt es nicht.

Verliere ich meine Damen-Tanktop-Designs?

Nur die, die sich in den letzten zwölf Monaten kein einziges Mal verkauft haben. Alles mit mindestens einem Verkauf wandert automatisch auf die neue Racerback-Passform, inklusive ASIN und Rezensionen. Der Rest muss nach dem Rollout neu veröffentlicht werden.

Warum sehe ich die neuen Produkte nicht in meinem Konto?

Amazon schaltet neue Produkte gestaffelt frei, abhängig von der Kontoleistung. In den Meldungen steht immer „für qualifizierte Konten“. Es kann also einige Wochen dauern, bis ein Produkt bei dir auf der Erstellungsseite auftaucht. Die aktuellen Vorlagen und Lizenzgebühren stehen im Bereich Merch Ressourcen im Portal.

Ist Merch on Demand 2026 noch profitabel?

Für bestehende Accounts ja. Die Zahl der neuen Produkte und die wieder anlaufenden Tier-Ups sprechen dafür, dass Amazon das Programm ausbaut statt es einzustellen. Für Einsteiger ist es schwieriger geworden, weil die unteren Tiers bei der Welle im August leer ausgingen.

Fazit

21 neue Produkttypen in acht Monaten, sieben davon an einem Tag. Das ist keine Abwicklung, das ist ein Ausbau.

Meine drei Prioritäten für die nächsten Wochen: Notizbücher mit bestehenden Designs bestücken, ein paar Caps mit eigenen Motiven testen, und bei den Decken zuschlagen, sobald sie freigeschaltet sind. Beim günstigen T-Shirt in Deutschland bleibt das Werbebudget aus.

Und wenn du in einem niedrigen Tier festhängst und dich fragst, wie du überhaupt an genug Slots kommst, um das alles auszuprobieren: Genau darüber spreche ich in meinem kostenlosen Webinar. Da zeige ich dir, wie ein Merch-Business aufgebaut wird, das nicht von einer einzigen Freischaltung abhängt.

Daniel Gaiswinkler hat über 150.000 Print-on-Demand Produkte verkauft und verdient seit 2015 mit POD Geld – neben seiner Familie mit 3 Kindern. Auf Success on Demand zeigt er dir, wie das realistisch funktioniert. Ohne Hype.

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