Mit Merch by Amazon (jetzt Merch on Demand) hab ich seit 2015 genau 74.672 Produkte verkauft und damit 275.036 Euro an Tantiemen verdient. Und das Beste: Du brauchst kein Startkapital und kein Lager. Du lädst deine Designs hoch, Amazon druckt T-Shirts, Hoodies, Tank Tops und mehr, verschickt sie an deine Kunden und kümmert sich um den Support. Du bekommst pro Verkauf eine Lizenzgebühr ausgezahlt.
In diesem Artikel zeig ich dir alles, was du über dieses Geschäftsmodell wissen musst. Los gehts.
TL;DR: Merch by Amazon auf einen Blick
- Merch by Amazon (jetzt Merch on Demand) ist Amazons Print-on-Demand Service. Du lädst Designs hoch, Amazon druckt, versendet und macht den Support
- Kostenlos starten: Kein Startkapital nötig. Du verdienst Tantiemen pro Verkauf (bei mir im Schnitt 3,68 € über alle Märkte und 74.672 Verkäufe, auf amazon.de bis zu 2,70 € pro T-Shirt)
- Zwei Systeme, die beide „Tier“ heißen: Das Account-Tier bestimmt, wie viele Designs du hochladen darfst (Start bei 10, hoch bis 100.000+). Die Royalty-Group (Creator, Plus, Premium) bestimmt seit Juni 2026, wie hoch deine Tantieme im US-Markt ausfällt. Das wird ständig verwechselt
- Tier-Ups sind zurück: Im August 2026 lief die erste große Aufstiegswelle seit Jahren, teils über mehrere Stufen auf einmal. Amazon rechnet jetzt rollierend über 12 Monate, deine Lifetime-Verkäufe zählen nicht mehr

Was ist Merch by Amazon / Merch on Demand?
Der Startpunkt für echten Chancen für Kreative und Unternehmer. Doch was verbirgt sich genau hinter diesem Service von einem der größten Online-Händler weltweit? In diesem Abschnitt schauen wir uns an in das Konzept, die Funktionsweise und die Vorteile, die Merch by Amazon (MBA) zu bieten hat.
Definition und Funktionsweise der Print-on-Demand Plattform
Merch by Amazon / Merch on Demand (MBA) ist eine Print-on-Demand-Plattform, die es Kreativen ermöglicht, ihre Designs auf T-Shirts, Hoodies und vielen weiteren Produkten zu verkaufen, ohne sich um den Druck, Versand oder Kundenservice kümmern zu müssen.
So funktioniert es: Du lädst einfach dein Design hoch, wählst die Produkttypen und -farben aus und setzt den Preis fest. Von da an übernimmt Amazon die Produktion und Lieferung, sobald ein Kunde dein Produkt kauft.
Merch on Demand Anmeldung: so bewirbst du dich richtig
Erste Schritte: Um bei Merch by Amazon durchzustarten, musst du dich zunächst bewerben. Hier sind einige Tipps, um deine Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung zu erhöhen:
- Verwende deine Amazon-Kundenkonto-E-Mail: Es gibt Berichte, dass dies hilfreich sein kann, obwohl es keine Garantie gibt.
- Sei ehrlich und präzise in deiner Bewerbung: Beschreibe deine Erfahrungen mit Design und E-Commerce. Amazon sucht nach Kreativen, die ihre Plattform wertvoll ergänzen können.
- Diversifiziere bei einer Ablehnung: Sollte deine Bewerbung abgelehnt werden, versuche es mit einer anderen E-Mail-Adresse und IP-Adresse für eine neue Bewerbung.
Wichtige Hinweise
- Die Auswahl scheint willkürlich, aber nicht aufgeben ist die Devise.
- Dokumentiere deine bisherige Arbeit: Ein Portfolio kann deine Chancen verbessern.
Der Anmeldeprozess bei Merch by Amazon kann herausfordernd sein. Um dir diesen Schritt zu erleichtern, deckt mein Videokurs detailliert alle notwendigen Schritte und Strategien ab, die du kennen musst. Schau dir den Kurs [hier] an, um einen reibungslosen Start zu gewährleisten.
Vorteile von Merch by Amazon
- Globaler Markt: Sofortiger Zugang zu Millionen von Kunden weltweit.
- Keine Vorabinvestitionen: Du zahlst nichts für Produktion oder Lagerhaltung.
- Passives Einkommen: Deine Designs können immer wieder verkauft werden, ohne zusätzlichen Aufwand.
- Einfachheit: Amazon kümmert sich um die meisten operativen Aspekte, sodass du dich auf das Design konzentrieren kannst.
Wer kann Merch by Amazon nutzen?
Grundsätzlich steht Merch by Amazon jedem offen, der kreativ tätig werden und seine Designs auf einer globalen Plattform verkaufen möchte.
Egal, ob du bereits Erfahrung im Designbereich hast oder einfach nur innovative Ideen umsetzen möchtest, MBA bietet eine Plattform, um deine Kreativität in ein profitables Geschäft zu verwandeln.
Nachdem du nun die ersten Schritte und Herausforderungen des Anmeldeprozesses bei Merch by Amazon kennengelernt hast, möchtest du vielleicht deine Möglichkeiten erweitern. Mein umfassender Videokurs konzentriert sich primär auf das Erlernen und Meistern von Kindle Direct Publishing (KDP), einer weiteren fantastischen Plattform von Amazon, die Autoren ermöglicht, ihre Bücher direkt zu veröffentlichen und zu vermarkten.
Als Bonus biete ich zusätzliches Material zu Merch by Amazon, ideal für diejenigen, die ihre kreative Reichweite über das Schreiben hinaus erweitern möchten. Obwohl der Zugang zu MBA für Anfänger manchmal eine Herausforderung darstellt, öffnet KDP dir die Tür zu unzähligen Möglichkeiten im digitalen Verlagswesen. Entdecke jetzt, wie du beides optimal nutzen kannst, [hier in meinem Kurs].
Was sind die Tier Level bei Merch by Amazon?
Hier werden zwei völlig verschiedene Dinge dauernd verwechselt, und seit Juni 2026 sorgt das für richtig Chaos in der Community. Beides heißt im Alltag „Tier“, hat aber nichts miteinander zu tun:
- Account-Tier (Design-Slots): Wie viele Designs du gleichzeitig live haben darfst. Du startest in Tier 10 und steigst auf: 25, 100, 500, 1.000, 2.000, 4.000, 8.000, bis hoch zu Tier 100.000+
- Royalty-Group (Creator, Plus, Premium): Wie viel Amazon dir pro Verkauf im US-Markt auszahlt. Komplett neu seit dem 1. Juni 2026 und unabhängig von deinem Account-Tier
Ab Tier 2.000 macht der ganze Zirkus dann erst richtig Spaß. Ich gehe beide Systeme der Reihe nach durch, weil du beide brauchst, um deine Zahlen richtig zu rechnen.
Tier-Ups 2026: Die große Welle im August und was Amazon wirklich bewertet
Jahrelang ist bei den Tier-Ups praktisch nichts passiert. Viele in der Community waren überzeugt, dass Amazon das Aufstiegssystem still beerdigt hat. Im August 2026 kam dann eine massive Welle: Accounts sind von Tier 500 auf 2.000 gesprungen, von 6.000 auf 30.000, einer sogar von Tier 60.000 auf 160.000. Also nicht eine Stufe, sondern teils ein halbes Dutzend auf einmal.
Interessant ist, was Amazon danach selbst dazu gesagt hat. Auf Nachfrage antwortete der Merch-Support sinngemäß: Die genauen Schwellenwerte werden nicht offengelegt. Bestätigt hat Amazon aber den entscheidenden Punkt:
- Account-Tiers werden anhand der Anzahl und des Prozentsatzes der verkauften Produkte und Designs der letzten 12 Monate berechnet. Nicht mehr anhand deiner Lifetime-Verkäufe
Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist aber die eigentliche Nachricht. Ein Design, das 2024 richtig gut lief und seitdem steht, zählt heute für dein Tier-Up nichts mehr. Die meisten von uns haben ihre Quote jahrelang falsch gerechnet, nämlich über die gesamte Kontolaufzeit statt über die letzten zwölf Monate.
Die Zahlen aus der August-Welle
In den großen englischsprachigen Merch-Communities wurden nach der Welle die Kontodaten von hunderten Sellern gesammelt, aufgeteilt nach „hochgestuft“ und „nicht hochgestuft“. Das ist keine offizielle Amazon-Aussage, aber es ist die beste Datenbasis, die wir haben. Das Muster:
- Ab rund 32 Prozent verkaufter Designs. Das ist die eigentliche Überraschung. In der Community kursierten immer Zahlen wie 60 oder 80 Prozent. Tatsächlich gab es Aufstiege schon bei Anfang 30
- Über 90 Prozent der Slots gefüllt. Wer seine Slots nicht ausnutzt, wurde nicht hochgestuft. Kein einziger Fall
- Aktives Konto. Regelmäßig hochladen und unverkaufte Designs aussortieren. Ein Konto im Standby-Modus steigt nicht auf
- Der Zugang zu neuen Produkttypen spielt keine Rolle. Da war es ein komplettes Durcheinander, in beiden Gruppen
- Die unteren Tiers gingen leer aus. Aus Tier 10, 25 und 100 wurde kein einziger Aufstieg gemeldet. Ausgerechnet die, die es am nötigsten hätten
Wichtig zur Einordnung: Diese drei Marken sind Mindestbedingungen, keine Garantie. Wer eine davon gerissen hat, wurde nicht hochgestuft. Umgekehrt gilt das nicht. Es gibt Accounts, die alle drei erfüllen, teils mit über 35.000 Verkäufen, und trotzdem seit Jahren feststecken. Da fehlt uns noch ein Kriterium, das Amazon nicht verrät.
Die komplette Analyse mit Community-Daten, allen Strategien für Tier 10/25 und meiner ehrlichen Einschätzung findest du in meinem ausführlichen Artikel: Merch by Amazon Tier-Up: Die ehrliche Wahrheit – Warum du festsitzt (und was du tun kannst)
Quick-Wins für die unteren Tier Level:
- Design-Rotation: Designs, die nach ein paar Wochen nicht verkaufen, löschst du und ersetzt sie durch neue. Das war früher Geschmackssache, seit der 12-Monats-Rechnung wirkt es direkt auf deine Quote
- Alle Märkte aktivieren: Stell deine Designs auf allen Amazon-Marktplätzen live. Mehr Reichweite = mehr Chancen auf den entscheidenden Verkauf pro Design
- Netzwerk nutzen: Kooperiere mit Sportvereinen, kirchlichen Gruppen oder dem lokalen Gewerbe für Teamshirts. Die ersten Verkäufe sind die wichtigsten
- Nischen-Research: Verkaufe nicht einfach „irgendetwas“. Nutze Research-Tools und such gezielt nach Nischen mit Nachfrage und wenig Wettbewerb
Creator, Plus und Premium: die Royalty-Groups seit Juni 2026
Das ist die größte Änderung, die Merch on Demand seit Jahren erlebt hat, und sie ist an vielen deutschen Sellern komplett vorbeigegangen. Seit dem 1. Juni 2026 zahlt Amazon im US-Markt nicht mehr allen dieselbe Tantieme. Entscheidend ist jetzt, wie viel Traffic du selbst auf deine Listings bringst.
Als Non-organic Traffic zählt alles, was nicht aus der Amazon-Suche oder den normalen Browse-Flows kommt: deine eigenen Amazon Ads, externe Werbung, Social-Media-Links, Newsletter, Blogs. Amazon schaut dabei rollierend auf die letzten 60 Tage und stuft dich jeden Monat neu ein.

| Royalty-Group | Tantieme bei 19,99 USD | Non-organic-Anteil | Units/Monat US |
|---|---|---|---|
| Creator | 2,44 USD | unter 15 % | kein Mindestwert |
| Plus | 4,88 USD | ab 15 % | ab 10 |
| Premium | 5,27 USD | ab 35 % | ab 10 |
Lies die Creator-Zeile nochmal in Ruhe. Wer rein organisch über die Amazon-Suche verkauft und keine Ads schaltet, bekommt im US-Markt rund 48 Prozent weniger als vorher. Das ist keine Anpassung, das ist eine Halbierung.
Die gute Nachricht für dich als deutschen Seller: Für amazon.de, amazon.co.uk, amazon.fr, amazon.it, amazon.es und amazon.co.jp ändert sich nichts. Null. Die Regel gilt ausschließlich für den US-Markt. Wenn du also erstmal in Deutschland startest, betrifft dich das gar nicht.
Bei mir sind von den 74.672 Verkäufen 25.475 über Ads gekommen, also rund 34 Prozent. Genau deshalb war der Umstieg auf Ads für mich keine Option, sondern Pflicht. Die komplette Rechnung mit Breakeven-ACoS pro Stufe und dem Vorgehen Schritt für Schritt hab ich hier aufgeschrieben: Amazon Royalty Tiers 2026, was sich ab 1. Juni für MBA-Seller ändert.
Was du vor dem Erstellen deines ersten Designs für Merch by Amazon tun musst
Eine der größten Herausforderungen und zugleich entscheidenden Schritte beim Verkauf auf Merch by Amazon ist die Identifizierung einer Nische, die nicht nur profitabel, sondern auch nachhaltig ist.
Eine gut gewählte Nische ermöglicht es dir, gezielt Designs zu erstellen, die bei einer spezifischen Kundengruppe Anklang finden.
Einsatz von Research-Tools zur Nischenfindung
Um den Prozess der Nischenfindung zu vereinfachen und zu optimieren, ist der Einsatz spezialisierter Research-Tools wie Flying Research und Productor for Merch on Demand unerlässlich.
Diese Tools bieten tiefe Einblicke in Markttrends, Bestseller-Rankings und das Käuferverhalten, was sie zu unschätzbaren Ressourcen für jeden Merch by Amazon-Verkäufer macht.
- Flying Research (danielgaiswinkler.com/flyingresearch) ermöglicht es dir, aktuelle und aufkommende Trends in der Merch-Community zu identifizieren. Es hilft dir, lukrative Nischen mit hohem Potenzial zu entdecken, indem es detaillierte Daten über das Kaufverhalten und die Popularität bestimmter Themen bereitstellt. – PRAXISTIPP: Nutze unseren Code: gaiswinkler25 für 25% Rabatt!

- Productor for Merch on Demand (danielgaiswinkler.com/productor) ist ein weiteres mächtiges Tool, das speziell für Merch by Amazon-Verkäufer entwickelt wurde. Es bietet eine unfassbar große Vielzahl von Funktionen, die den gesamten Prozess von der Nischenforschung bis zur Optimierung deiner Listings unterstützen. Außerdem greift der Productor in die Produkterstellung ein und spart dir sehr viel Zeit, hilft beim Upload und dem Managen deiner tausenden Designs und Listings. Mit dem Productor kannst du effizienter arbeiten, indem du Zugang zu Keyword-Analysen, Marktforschungsdaten und Produktivitätstools erhältst, die dir helfen, deine Designs optimal zu platzieren. Das Schweizer Taschenmesser sozusagen.

Durch den Einsatz dieser Tools kannst du den Zeitaufwand für die Recherche signifikant reduzieren und gleichzeitig die Qualität deiner Entscheidungen verbessern. Sie ermöglichen eine datengestützte Annäherung an die Nischenfindung und stellen sicher, dass du deine kreativen Energien auf Bereiche konzentrierst, die das größte Potenzial für Erfolg bieten.
Nischenrecherche ohne Tools: Nutze aktuelle Trends
- Bleibe auf dem Laufenden mit aktuellen Modetrends, Popkultur und saisonalen Ereignissen (Valentinstag, Ostern, Muttertag, Vatertag, Weihnachten usw.) , die potenziell die Nachfrage nach bestimmten Designs beeinflussen können.
- Nutze Plattformen wie Google Trends und soziale Medien, um zu sehen, was gerade populär ist. Achte dabei auf Hashtags, die in deinem Zielmarkt häufig verwendet werden.
- Abonniere Branchennewsletter oder folge Influencern, die sich mit den neuesten Trends in der Mode und im Design auseinandersetzen.
Wichtig: Bleibe authentisch mit deinen Ideen
- Während es wichtig ist, Trends zu folgen, solltest du sicherstellen, dass deine Designs deine einzigartige Stimme und Kreativität widerspiegeln. Authentizität resoniert mit Kunden und hilft, eine treue Anhängerschaft aufzubauen.
- Experimentiere mit verschiedenen Stilen und Themen, die dir persönlich am Herzen liegen. Oft sind es die unerwarteten, persönlichen Kreationen, die eine Nische definieren und dominieren.
Was die meisten Anfänger nicht beachten
Die meisten Anfänger machen Designs für sich selbst. Aber hast du schon mal ein Angler gesehen, der den Köder für den Angler macht und nicht für den Fisch?
- Erstelle Kundenpersonas: Überlege dir, wer deine idealen Kunden sind. Was sind ihre Interessen? Welche Probleme kannst du für sie lösen? Welche Art von Humor genießen sie, oder welche kulturellen Bezüge verstehen sie?
- Engagiere dich in Communitys, die sich um deine Nische drehen. Soziale Medien und Foren sind großartige Orte, um Einblicke in die Vorlieben und Bedürfnisse deiner Zielgruppe zu gewinnen.
- Sammle Feedback von frühen Kunden. Kundenrezensionen und direktes Feedback können dir helfen, deine Nische besser zu verstehen und deine Produkte entsprechend anzupassen.
Indem du diese Schritte befolgst, kannst du eine Nische finden, die nicht nur aktuell relevant ist, sondern auch langfristig das Potenzial hat, deine Designs zum Erfolg zu führen. Das Geheimnis liegt darin, eine Balance zwischen Trendbewusstsein und Authentizität zu finden und tief in die Bedürfnisse und Wünsche deines Publikums einzutauchen.
Urheberrecht und Richtlinien im Print-on-Demand Geschäft

Das Navigieren durch das Minenfeld des Urheberrechts ist für Merch by Amazon-Verkäufer unerlässlich. Verstöße gegen Urheberrechte, Markenrechte und den Nutzungsbedingungen von Merch by Amazon / Merch on Demand können neben der Entfernung deiner Produkte, rechtliche Konsequenzen und die Schließung deines Accounts und Werbeaccounts nach sich ziehen. Hier sind grundlegende Richtlinien und Tools, die dir helfen, sicher zu bleiben. Welche Fallen darüber hinaus teuer werden, steht in der Übersicht zu den Risiken bei Amazon Print on Demand.
Basisrecherche mit dem DPMA
Bevor du ein Design erstellst, das möglicherweise urheberrechtlich oder markenrechtlich geschützt ist, solltest du eine Basisrecherche durchführen. Das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) bietet eine umfangreiche Datenbank, in der du nach eingetragenen Marken suchen kannst.
Diese Recherche kann dir helfen zu vermeiden, dass du versehentlich geschützte Namen, Logos oder Symbole in deinen Designs verwendest.
Auch Tools wie Flying Research und der Productor bieten dir Möglichkeiten, mögliche Fallstricke im Urheberrecht beim Print-on-Demand aufzudecken.
Die 13 Regeln des Urheberrechts
- Grundsatz der Vorsicht: Gehe davon aus, dass alles urheberrechtlich geschützt ist, bis das Gegenteil bewiesen ist.
- Bei Zweifel, Regel Nr. 1 anwenden: Wenn du unsicher bist, ob etwas verwendet werden darf, gehe immer davon aus, dass es geschützt ist.
- Grauzonen meiden: Selbst wenn du ein Schlupfloch findest, befindest du dich in einer rechtlichen Grauzone. Das Risiko einer späteren rechtlichen Auseinandersetzung ist hoch.
- Verwendung von Beschreibungstexten und Keywords: Auch die Verwendung geschützter Namen in Texten und Keywords ist untersagt.
- Vermeidung von Bildern Prominenter und Unbekannter: Jede Person hat das Recht am eigenen Bild.
- Vermeidung markanter Produkte und Designs: Geschützte Designs und Markenzeichen dürfen nicht verwendet werden.
- Eigentum an Grafiken und Bildern: Nur weil ein Bild online verfügbar ist, heißt das nicht, dass es frei verwendet werden darf.
- Vorsicht bei Lizenzen: Überprüfe immer die Herkunft und Gültigkeit von Lizenzen.
- Schriftarten (Fonts) beachten: Auch Schriftarten können urheberrechtlich geschützt sein. Achte auf die Lizenzbedingungen.
- Vermeidung geschützter literarischer und kultureller Werke: Geschützte Begriffe, Figuren und Texte sind tabu.
- Ausnahmen kennen: Informiere dich über Ausnahmen wie die Panoramafreiheit.
- Deine Rechte als Schöpfer: Alles, was du selbst erschaffst, gehört dir. Sichere deine Rechte offiziell.
- Disclaimer beachten: Keine Information ersetzt professionelle rechtliche Beratung.
Originalität zahlt sich aus
Das beste Rezept, um urheberrechtliche Fallen zu vermeiden, ist, auf Originalität zu setzen. Unique Designs, die aus deiner eigenen Kreativität entstehen, sind nicht nur sicher in Bezug auf das Urheberrecht, sondern auch wertvoller für deine Marke und deine Kunden. Indem du dich auf deine eigenen Ideen und Konzepte konzentrierst, umgehst du rechtliche Risiken und schaffst eine stärkere Verbindung zu deinem Publikum.
Was sind die Bestseller bei Merch by Amazon: Ein Leitfaden für Anfänger

Eine der brennendsten Fragen, die sich Merch by Amazon-Neulinge stellen, dreht sich um die Produkte, die am besten verkaufen. Die Antwort darauf ist nicht nur für die Produktwahl entscheidend, sondern auch für die strategische Ausrichtung deines Geschäfts. Hier erfährst du, welche Produkte das größte Verkaufspotenzial haben und warum du dich zunächst auf diese konzentrieren solltest.
Top-Seller: Die Pareto-Regel in Aktion
Die Pareto-Regel, auch bekannt als das 80/20-Prinzip, besagt, dass oft 80% der Ergebnisse aus 20% der Anstrengungen resultieren. In der Welt von Merch by Amazon zeigt sich diese Regel deutlich in den Verkaufszahlen. Ein Blick auf die Aufschlüsselung meiner Verkäufe kann dir helfen, deine Bemühungen auf die Produkte zu konzentrieren, die den größten Teil deines Umsatzes ausmachen werden.
Hier die Aufteilung aus meinem Account, Stand September 2026 bei 74.672 Verkäufen. Die Verteilung ist über die Jahre erstaunlich stabil geblieben:
- Standard T-Shirt: 71 % (53.345 Verkäufe) – mit Abstand das wichtigste Produkt. Wenn du nur ein Produkt anbieten willst, dann das Standard T-Shirt. Punkt.
- Phone Case: 10 % (8.069 Verkäufe) – überrascht viele, aber Handyhüllen sind ein richtig starkes Produkt. Die Margen sind ordentlich und der Wettbewerb oft geringer als bei T-Shirts.
- Hoodie: 7 % (5.952 Verkäufe) – vor allem im Herbst und Winter ein Selbstläufer. Hoodies bieten höhere Tantiemen als T-Shirts.
- Pop Socket: 3 % (2.723 Verkäufe) – ein solides Nebenprodukt, das mit wenig Aufwand zusätzliche Sales bringt.
Allein diese vier Produktkategorien machen über 90% meiner Verkäufe aus. Deshalb mein klarer Rat: Konzentrier dich als Anfänger auf T-Shirts und Hoodies. Alles andere kommt später dazu.

Weitere Produkte im Merch-on-Demand Sortiment
Obwohl die oben genannten Produkte die Spitzenreiter sind, bietet Merch by Amazon eine breite Palette an weiteren Produkten an. Hier ist ein kurzer Überblick über andere verfügbare Artikel und ihre Verkaufszahlen:
- Sweatshirt: 1 % (1.398 Verkäufe)
- V-Neck T-Shirt: 1 % (1.031 Verkäufe)
- Tank Top: 576 Verkäufe
- Long Sleeve T-Shirt: 464 Verkäufe
- Tumbler: 488 Verkäufe
- Tote Bag: 264 Verkäufe
- Premium T-Shirt: 185 Verkäufe
- Pillow: 104 Verkäufe
- Raglan: 71 Verkäufe
Caps und Tassen: die zwei Produkte, die sich wirklich lohnen
Aus der ganzen Liste weiter unten sind für den Einstieg genau zwei Produkte interessant. Beide werden noch schrittweise freigeschaltet:
- Caps. Bedruckte Baseball- und Trucker-Kappen gibt es offiziell seit dem 13. Januar 2026 in den USA. Amazon schaltet sie kontenweise frei, bei vielen Sellern kamen sie deshalb erst im Sommer an. Aus der US-Community wird berichtet, dass die ersten Verkäufe schneller reinkommen als damals bei den Tassen. Ich kann das aus eigenen Zahlen noch nicht bestätigen, in meinem Konto steht bei Caps bisher nichts. Interessant ist die Nische trotzdem, weil viele Seller die Freischaltung schlicht nicht mitbekommen haben
- Tassen. Seit Sommer 2025 in den USA, 325 ml Keramik mit sieben Innen- und Henkelfarben. Solides Geschenkprodukt für die Vorweihnachtszeit, aber erwarte keine Wunder: Bei mir stehen bisher ganze 10 verkaufte Tassen gegen 53.345 T-Shirts. Wer neu anfängt, sollte seine Zeit nicht hier investieren
Ein Hinweis, der Zeit spart: Caps brauchen eigene Designs. Ein T-Shirt-Motiv einfach auf die Cap zu legen funktioniert selten, weil die Druckfläche viel kleiner und breiter ist. Kurze Wortmarken und kleine Icons schlagen dort jede Illustration.
Nicht deine Vorlieben zählen – lass die Zahlen entscheiden
Die Entscheidung, welche Produkte du in dein Merch by Amazon-Angebot aufnimmst, sollte nicht nur von deinen persönlichen Vorlieben, sondern auch von klaren Daten über die Verkaufszahlen geleitet werden. Indem du dich auf Standard T-Shirts und Hoodies konzentrierst, folgst du dem bewährten Weg des geringsten Widerstands zum Verkaufserfolg. Dennoch bietet die Vielfalt des Sortiments genügend Spielraum, um dein Portfolio zu diversifizieren und unterschiedliche Kundensegmente anzusprechen, sobald du die ersten Erfolge verbuchst.
Männer, Frauen oder Unisex: welcher Fit verkauft?
Eine Frage, die kaum jemand stellt, die aber über deine Slot-Auslastung entscheidet. Die Aufteilung meiner 74.672 Verkäufe nach Passform:
- Men: 44 % (33.270 Verkäufe)
- Women: 24 % (18.139 Verkäufe)
- Others: 15 % (11.658 Verkäufe, überwiegend Handyhüllen und PopSockets, die keine Passform haben)
- Unisex: 10 % (7.814 Verkäufe)
- Kids: 5 % (3.802 Verkäufe)
Die Männer-Passform macht fast die Hälfte aus. Das heißt nicht, dass Frauen weniger kaufen, sondern dass die Männer-Passform bei Amazon der Standard ist, der in der Suche zuerst auftaucht. Wenn du Slots sparen musst, veröffentliche zuerst Men und Women, Kids erst wenn das Motiv wirklich für Kinder gedacht ist.

Welche T-Shirt-Farben verkaufen sich am besten?
Ein Thema, das oft unterschätzt wird: die Farbwahl. Hier die klare Aussage aus meinen Verkäufen, Schwarz dominiert mit riesigem Abstand:
- Black: 36.042 Verkäufe – mit Abstand die meistverkaufte Farbe
- Navy: 6.061 Verkäufe
- Dark Heather: 5.136 Verkäufe
- Heather Blue: 2.582 Verkäufe
- Purple: 2.345, Royal: 2.287, Asphalt: 1.562, Cranberry: 1.554 Verkäufe

Mein Tipp: Erstell deine Designs immer zuerst für dunkle Farben (Black, Navy, Dark Heather). Erst wenn ein Design verkauft, erstellst du eine helle Variante. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache.
Neue Produkte 2026: Amazon dreht auf
So viele Produktneuerungen wie 2026 gab es in der Geschichte von Merch on Demand noch nie. Ich verfolge das Programm seit 2015 und habe jahrelang Meldungen gesehen, in denen es um eine neue T-Shirt-Farbe ging. Allein zwischen Januar und September 2026 kamen über ein Dutzend neue Produkttypen dazu, zuletzt am 31. August gleich sieben auf einmal.
Das ist strategisch interessant: Amazon differenziert weg vom reinen T-Shirt-Anbieter hin zu einem breiten Merchandise-Katalog. Für dich heißt das, dass dasselbe Design plötzlich auf einem Dutzend Produkte laufen kann, ohne dass du neu entwerfen musst.
Was 2026 in den USA dazukam
| Wann | Was |
|---|---|
| 13.01.2026 | Baseball- und Trucker-Kappen |
| 23.03.2026 | Sportliche Sonnenvisiere, neue Comfort-Colors-Farben |
| 28.04.2026 | Comfort Colors Crop Tops und Pullover, Performance-Shirts und -Hoodies |
| 30.06.2026 | Becher mit 445 ml |
| 13.07.2026 | Sportrucksäcke, Hardcover-Tagebücher |
| 06.08.2026 | Fußball-, Basketball- und Baseballtrikots |
| 10.08.2026 | Neue Pullover-Farben, Jugendpassform für Pullover |
| 31.08.2026 | Wohndecken, Sherpadecken, Poster, Reisebecher aus Edelstahl, Mauspads, Laptophüllen, Kugelschreiber im 12er-Pack, Jugendpassform für Hoodies |
Was 2026 in Europa dazukam
Und hier liegt der Haken, den du kennen solltest: Der Großteil der Neuerungen ist USA-only. In Europa kam 2026 deutlich weniger an:
- Februar 2026: Tumbler und Wasserflaschen in Großbritannien
- April 2026: Comfort Colors schwere T-Shirts und Premium-T-Shirts in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien
- April 2026: Tumbler mit 590 ml und Wasserflaschen mit 890 ml in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien
- Juli 2026: Günstige T-Shirts (Value-Shirts) in Europa
Japan bekam weiße Langarm-Shirts und Performance-T-Shirts. Wer also die großen Sortimentsmeldungen liest und sich auf Wohndecken freut: In Deutschland gibt es die vorerst nicht.
Finger weg vom günstigen T-Shirt in Deutschland
Eine Neuerung solltest du in Deutschland bewusst links liegen lassen, und ich habe das nachgerechnet, nicht geschätzt. Das im Juli eingeführte günstige T-Shirt ist bei 12,99 € gedeckelt. Deine Tantieme liegt damit bei rund 1,09 € statt 2,70 € beim Standard-Shirt.
Das klingt nach einem fairen Tausch für mehr Absatz, ist aber keiner. Bei 1,09 € Tantieme liegt dein Breakeven-Klickpreis in der Amazon-Werbung zwischen 0,03 und 0,09 Cent. Solche Klickpreise gibt es im deutschen Markt nicht. Heißt: Das Produkt ist in Deutschland faktisch nicht bewerbbar, du kannst es nur organisch verkaufen. Für den Aufbau eines Kontos ist das der falsche Weg.
Der Racerback-Wechsel zeigt, wie ernst Amazon die 12-Monats-Regel meint
Ein Detail aus der Meldung vom 3. August, das viele überlesen haben und das direkt zum Tier-Thema weiter oben passt. Amazon ersetzt das Damen-Tank-Top durch eine neue Racerback-Passform. ASINs und Rezensionen werden übernommen, aber nur unter einer Bedingung:
Designs, die in den letzten 12 Monaten mindestens einmal verkauft wurden, werden automatisch übertragen. Designs ohne Verkauf in diesem Zeitraum musst du von Hand neu veröffentlichen.
Das ist dieselbe Logik wie bei den Tier-Ups. Amazon zieht überall dieselbe Linie: Was sich in zwölf Monaten nicht verkauft hat, wird als totes Inventar behandelt. Wer sein Konto pflegt, merkt davon nichts. Wer 2.000 Karteileichen mitschleppt, arbeitet bei jedem solchen Wechsel nach.
Design-Tipps für Bestseller auf Merch by Amazon
Erfolgreich auf Merch by Amazon zu sein, bedeutet mehr als nur gute Ideen zu haben; es geht darum, diese Ideen in Designs umzusetzen, die sich verkaufen. Hier sind einige Tipps und Tools, die dir helfen, deine kreativen Visionen in Bestseller zu verwandeln.
Verstehe deine Zielgruppe
Bevor du mit dem Design beginnst, ist es entscheidend, deine Zielgruppe zu verstehen. Wer sind sie? Was mögen sie? Welche Trends folgen sie? Deshalb steht vor der Designerstellung eine gründliche Recherche an.
Halte dich an einfache, aber wirkungsvolle Designs
Oft sind es die einfachsten Designs, die am meisten auffallen. Komplexität kann zwar beeindruckend sein, aber auf einem T-Shirt oder anderen Merch-Produkten kann Einfachheit oft eine stärkere Botschaft vermitteln und eine breitere Zielgruppe ansprechen.
Bitte vergeude nicht deine Zeit mit Profi Software
Für Anfänger kann der Gedanke, professionelle Designs zu erstellen, entmutigend sein. Glücklicherweise gibt es Tools, die den Prozess vereinfachen und unterstützen:
- Kittl: Mit seiner fortschrittlichen KI und extrem ansprechenden Vorlagen ermöglicht Kittl Anfängern, sofort auf Designer-Niveau zu starten. Die Benutzeroberfläche ist darauf ausgelegt, den kreativen Prozess zu unterstützen und gleichzeitig Zugang zu hochwertigen Designelementen zu bieten.
- Canva: Für diejenigen, die einen einfacheren Workflow bevorzugen, ist Canva eine hervorragende Wahl. Es ermöglicht die Erstellung von Designs mit Unterseiten pro Projekt, was den Prozess strukturiert und übersichtlich gestaltet.
Bitte mache nicht den Fehler, monatelang Adobe Photoshop oder Affinity Designer zu lernen. Das wird dich extrem viel Zeit kosten und dich nur daran hindern endlich Online dein erstes Geld zu verdienen.
Lerne aus Tutorials und Ressourcen
Um deine Fähigkeiten weiter zu entwickeln, lohnt es sich, Tutorials und Ressourcen zu nutzen. Mein YouTube-Video bietet einen umfassenden Einblick in den Einsatz von Design-Tools wie Kittl und Canva und zeigt, wie du effektiv Designs erstellen kannst, die auf Merch by Amazon erfolgreich sein werden.
Iteriere und verbessere
Design ist ein iterativer Prozess. Nutze Kundenfeedback und Verkaufsdaten, um deine Designs kontinuierlich zu verbessern. Was gut ankommt, kann dir Hinweise geben, welche Designelemente oder Themen du weiterverfolgen solltest.
KI-Tools für Merch by Amazon Designs 2026
2026 hat sich die Design-Erstellung durch KI-Tools komplett verändert. Du brauchst kein Grafikdesign-Studium mehr – mit den richtigen Tools erstellst du in Minuten professionelle Designs:
- ChatGPT Bildgenerierung: Erstelle einzigartige Designs per Text-Prompt direkt im Chat. Ideal für schnelle Konzepte und Mockups. Nachteil: Etwas langsam beim Output.
- Kittl Pro: Der Geheimtipp für POD-Seller. Smartboards für Style-Konsistenz, KI-generierte Texte und Vektorgrafiken, speziell für T-Shirt-Designs optimiert.
- Canva Pro: Das Allround-Tool mit Dream Lab (KI-Bildgenerierung). Transparenter PNG-Export und Magic Resize für verschiedene Produkttypen.
- Ideogram: Das stärkste Tool, wenn Schrift im Design vorkommt. Andere Generatoren verhunzen Buchstaben, Ideogram setzt sie sauber.
- Nano Banana Pro: Googles kostenloser KI-Bildgenerator. Stark bei fotorealistischen Bildern und Coloring Pages.
Mein Tipp: Kombiniere ChatGPT für Ideen und Konzepte mit Kittl für die finale Umsetzung. So bekommst du einzigartige Designs, die sich von der Masse abheben. Mehr dazu in meinem Artikel über die besten KI-Tools für Print-on-Demand.
Einfach Merch by Amazon Listings schreiben
Eine effektive Optimierung deiner Produktlistings ist entscheidend, um die Sichtbarkeit bei der Suche zu erhöhen und die Konversionsraten zu verbessern. Hier sind strategische Ansätze für Titel, Bullet Points und Beschreibungen, die helfen, deine Produkte hervorzuheben.
Brand und Titelgestaltung
Die Brand und der Titel ist das erste, was potenzielle Käufer sehen. Er sollte präzise und ansprechend sein und die wichtigsten Keywords enthalten.
Bei der Brand eignen sich am besten die Main Keywords, damit dein Produkt auch von potenziellen Käufer gefunden wird.
- Klare und präzise: Halte den Titel informativ und direkt. Vermeide Füllwörter, die keinen Mehrwert bieten.
- Keywords einbinden: Verwende relevante Keywords am Anfang des Titels, um die Suchrelevanz zu erhöhen. Tools wie Flying Research können dir helfen, die effektivsten Keywords zu identifizieren.
Bullet Points optimieren
Bullet Points bieten die Möglichkeit, die wichtigsten Eigenschaften deines Produkts hervorzuheben und Kunden zu überzeugen.
- Vorteile betonen: Konzentriere dich auf die Vorteile, die dein Produkt bietet, und nicht nur auf die Merkmale.
- Keywords smart einsetzen: Integriere auch hier relevante Keywords, aber achte darauf, dass die Bullet Points natürlich und leicht lesbar bleiben.
Eine Regel, die dich sonst Geld kostet: Schreib „Gift“ oder „Geschenk“ nicht in den Titel. Das klingt naheliegend, weil viele Shirts als Geschenk gekauft werden. In meinen Verkaufsdaten ist das Muster aber eindeutig: Geschenk-Begriffe ziehen Klicks und kaum Käufe, während der konkrete Anlass oder die Zielgruppe im Titel verkauft. Nutze den Platz lieber für ein Wort, nach dem wirklich gesucht wird.
Ein Musterlisting auf Englisch als Beispiel
Brandtitle: Funny Pug Shirt Men Women Apparel
Title: Pugs & Kisses Pug with Pink Heart Sunglasses
Bulletpoint 1: This „Pugs & Kisses“ design features an adorable pug donning pink heart-shaped sunglasses, perfect for those who adore these cuddly pets with a stylish twist.
Bulletpoint 2: Express your love for pugs in a fashionable way. Ideal for casual wear or as a playful gift, this design combines pug charm with a dash of love and style.
Einsatz von Tools
Um deine Listings weiter zu optimieren, sind Flying Research und Productor for Merch on Demand unverzichtbare Tools. Sie bieten nicht nur Einblicke in Keywords und Markttrends, sondern auch Funktionen zur Steigerung der Effizienz deiner Listings.
- Flying Research: Nutze es, um tiefgreifende Analysen zu Keywords und Trends durchzuführen, die dir helfen, deine Produkte besser zu positionieren.
- Productor for Merch on Demand: Dieses Tool erleichtert die Optimierung deiner Listings durch praktische Funktionen wie Keyword-Vorschläge oder auch dem Filtern von Hauptkeywords deiner Mitbewerber.
Upload-Automation: der Punkt, an dem es Arbeit statt Hobby wird
Wenn du in Tier 500 oder höher bist, wird der Upload zum Flaschenhals. Für jedes Design Produkttypen, Farben, Preise und die komplette SEO für jeden Marktplatz von Hand einzutragen, frisst deinen ganzen Abend. Genau da setzen Upload-Tools an: Du hinterlegst deine Vorlagen einmal und lädst danach Designs im Stapel hoch.
Ich arbeite mit Flying Upload, daneben gibt es Merch Titans und Snap als kostenlose Chrome-Erweiterung. Der Effekt ist bei allen gleich: Die Zeit, die du bisher ins Klicken gesteckt hast, geht ab jetzt in Research und Design. Und genau das entscheidet am Ende über deine Verkaufsquote, also über dein nächstes Tier-Up.
Merch by Amazon in Deutschland: lohnt sich amazon.de überhaupt?
Die Frage kommt in jedem Coaching. Die Standardantwort im Netz lautet: „Geh in die USA, da ist der Markt zehnmal so groß.“ Meine eigenen Zahlen sagen etwas anderes.
| Marktplatz | Verkäufe | Tantiemen |
|---|---|---|
| amazon.de | 34.335 | 127.536,75 € |
| amazon.com | 33.185 | 123.040,30 € |
| amazon.co.uk | 3.292 | 13.441,13 € |
| amazon.fr | 1.563 | 4.285,09 € |
| amazon.it | 1.343 | 3.896,67 € |
| amazon.co.jp | 643 | 2.066,89 € |
| amazon.es | 311 | 769,81 € |
Deutschland ist bei mir der stärkste Markt, knapp vor den USA. Das liegt nicht daran, dass amazon.de größer wäre, sondern daran, dass der Wettbewerb hier deutlich dünner ist. Auf amazon.com kämpfst du gegen hunderttausende englischsprachige Seller. Auf amazon.de reicht oft ein sauberes deutsches Wortspiel, das noch keiner besetzt hat.

Dazu kommt seit Juni 2026 ein zweiter Grund: Die Royalty-Kürzung auf Creator-Level gilt nur für den US-Markt. Deutsche Verkäufe sind davon nicht betroffen.
Trotzdem ehrlich gesagt: Die USA sind kein schlechterer Markt, sie sind ein anderer. Auf amazon.com skalierst du deutlich schneller. Das Volumen ist um ein Vielfaches größer, du kannst mit Werbung ganz anders draufgehen, und die Royalty-Spanne liegt selbst nach der Kürzung über der deutschen. In Deutschland verdienst du pro Stück mehr, in den USA verkaufst du mehr Stück. Wer schnell wachsen will, kommt an den USA nicht vorbei.
Mein Rat für den Start: Fang in Deutschland an, weil die Marge dich die ersten Fehler überleben lässt, und aktiviere trotzdem von Anfang an alle Marktplätze. Es kostet dich nichts, und für dein Tier-Up zählt jeder verkaufte Design-Slot, egal aus welchem Land der Verkauf kommt.
Die richtige Preisstrategie für Merch by Amazon
Die Preisgestaltung deiner Produkte auf Merch by Amazon ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg deines Online-Geschäfts. Es gibt im Wesentlichen zwei Ansätze: Ein günstiger Einstiegspreis, um schnell Verkäufe und Bewertungen zu generieren, oder ein höherer Startpreis, der von Beginn an auf Wert und Qualität setzt. Beide Strategien haben ihre Vor- und Nachteile und sollten sorgfältig abgewogen werden.
Preisstrategien
- Niedriger Einstiegspreis: Diese Strategie zielt darauf ab, durch günstigere Preise eine höhere Verkaufszahl zu erreichen. Es kann besonders nützlich sein, um bei neuen Designs schnell Aufmerksamkeit zu erlangen. Sobald deine Produkte regelmäßig verkauft werden, kannst du die Preise schrittweise anheben.
- Start mit einem höheren Preis: Setze deine Preise von Anfang an am oberen Ende an, also nahe der Obergrenze von 17,99 € auf amazon.de. Diese Strategie setzt voraus, dass deine Designs eine hohe Qualität aufweisen und sich von der Konkurrenz abheben.
Faktoren zur Preisfindung
- Designqualität: Hochwertige, einzigartige Designs können zu einem höheren Preis verkauft werden.
- Marktanalyse: Beobachte, wie ähnliche Produkte von der Konkurrenz bepreist werden.
- Zielgruppe: Verstehe, wie viel deine Zielgruppe bereit ist zu zahlen.
Preisobergrenze
Amazon deckelt den Verkaufspreis. Für das Standard-T-Shirt liegt die Obergrenze auf amazon.de bei 17,99 €, nicht mehr bei den früheren 19,99 €. Im März 2025 hat Amazon die Höchstpreise für T-Shirts und Hoodies in Europa gesenkt, mit der Begründung, dass niedrigere Preise die Konversionsrate heben. Diese Obergrenze soll sicherstellen, dass die Preise auf der Plattform wettbewerbsfähig bleiben und für Käufer attraktiv sind.
Was bleibt wirklich pro Verkauf hängen?
Hier stehen im Netz die meisten veralteten Zahlen, deshalb nenne ich nur, was ich selbst gemessen habe. Wichtig vorab: Amazon hat die Höchstpreise für T-Shirts und Hoodies in Europa im März 2025 gesenkt. Wer noch mit 19,99 € rechnet, rechnet falsch.
| Markt | Höchstpreis Standard-Shirt | Tantieme pro Verkauf |
|---|---|---|
| amazon.de | 17,99 € | 0,48 € bis 2,70 €, im Schnitt 1,24 € |
| amazon.com | 24,99 $ | 2,17 $ bis 6,73 $, abhängig von der Royalty-Group |
Die deutsche Spanne ist der Grund, warum Werbung hier so eng gerechnet werden muss. Bei 1,24 € Tantieme im Median liegt dein Breakeven-ACoS zwischen 8 und 11 Prozent. In den USA sind es bei rund 4,73 $ etwa 23 bis 24 Prozent. Du hast dort also den dreifachen Spielraum pro Klick.
Für die übrigen Marktplätze und alle anderen Produkttypen rechnest du am besten direkt nach, statt Listen aus Blogartikeln zu glauben. Dafür habe ich einen kostenlosen Merch on Demand Royalty-Rechner gebaut, der die aktuellen Sätze abbildet.
Was kostet Merch by Amazon wirklich?
Die Plattform selbst kostet dich nichts. Keine Anmeldegebühr, keine monatliche Gebühr, keine Kosten für Uploads, keine Vorabinvestition in Ware. Amazon zieht seinen Anteil vom Verkaufspreis ab und überweist dir den Rest. Das ist der ehrliche Teil der Antwort.
Der unehrliche Teil, den die meisten Guides weglassen: Kostenlos starten heißt nicht kostenlos wachsen. Das kommt auf dich zu:
- Design-Tools: 0 bis 30 € im Monat. Canva und Kittl haben brauchbare Gratis-Versionen. Für den transparenten PNG-Export und die guten Vorlagen brauchst du aber irgendwann die Pro-Variante
- Research-Tools: 0 bis 50 € im Monat. Am Anfang kommst du ohne aus. Ab ein paar hundert Designs sparst du damit mehr Zeit, als sie kosten
- Amazon Ads: der eigentliche Posten. Bei mir sind über die Jahre 137.822 € Werbekosten aufgelaufen, bei 275.036 € Tantiemen. Es bleiben also gut 137.000 € übrig. Ads zahlen sich bei mir fast exakt selbst und sorgen zusätzlich für die organische Sichtbarkeit, die den Gewinn bringt
- Gewerbeanmeldung und Steuern. Rund 20 bis 60 € einmalig fürs Gewerbe, dazu die Steuerberatung. Merch on Demand ist ein Gewerbe, kein Taschengeld
Wichtig für den Start: Du musst keinen einzigen dieser Posten am ersten Tag bezahlen. Ads brauchst du erst, wenn du weißt, welche Designs überhaupt laufen. Fang mit den Gratis-Versionen an und gib erst Geld aus, wenn die ersten Tantiemen reinkommen.
Fazit: So startest du mit Merch by Amazon
Merch by Amazon bietet eine gute Möglichkeit, deine kreativen Ideen in ein laufendes Online-Business zu verwandeln. Von der Auswahl der richtigen Produkte über die Optimierung deiner Listings bis hin zur Beachten des Urheberrechts – der Schlüssel zum Erfolg liegt in der strategischen Planung und der Nutzung der richtigen Tools.
Design-Tools wie Kittl und Canva helfen dir, auch ohne Designerfahrung professionelle Designs zu erstellen. Optimierung der Produktlistings hilft dir, in der Amazon-Suche besser gefunden zu werden, wobei Tools wie Flying Research und Productor for Merch on Demand unverzichtbar sind.
Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Erfolg Zeit braucht. Die Nutzung der Tier Levels, das kontinuierliche Experimentieren mit Designs und Marketingstrategien sowie das aufmerksame Zuhören auf das Feedback der Kunden sind entscheidende Schritte auf dem Weg.
Was tun, wenn du keinen Merch by Amazon Account bekommst?
Nicht jeder wird sofort einen MBA-Account erhalten. Aber lass dich dadurch nicht entmutigen. Es gibt immer einen Plan B. Wenn du vor dieser Hürde stehst, lade ich dich ein, mein kostenloses Webinar zu besuchen. Dort gebe ich nicht nur Einblicke in alternative Strategien, um mit deinen Designs Geld zu verdienen, sondern zeige auch, wie du das Beste aus Kindle Direct Publishing (KDP) herausholen kannst, einem weiteren fantastischen Service von Amazon.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Merch by Amazon
Kann jeder auf Merch by Amazon verkaufen?
Ja, grundsätzlich kann sich jeder bei Merch by Amazon bewerben. Die Zulassung hängt jedoch von einer Überprüfung durch Amazon ab, und nicht alle Bewerbungen werden akzeptiert. Es wird empfohlen, in der Bewerbung relevante Erfahrungen und Absichten klar darzulegen.
Wie lange dauert es, bis ich bei Merch by Amazon akzeptiert werde?
Die Bearbeitungszeit für Bewerbungen kann variieren. Einige Verkäufer berichten von einigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Es gibt keine Garantie für eine schnelle Zulassung, daher ist Geduld gefragt.
Muss ich Designer sein, um bei Merch by Amazon erfolgreich zu sein?
Nein, du musst kein professioneller Designer sein. Mit Tools wie Kittl und Canva sowie durch das Nutzen von Tutorials kannst du auch ohne Vorkenntnisse ansprechende Designs erstellen. Wichtig ist, dass du kreativ bist und ein gutes Verständnis dafür hast, was deine Zielgruppe anspricht.
Wie bestimme ich den Preis für meine Produkte?
Die Preisgestaltung liegt bei dir. Es ist ratsam, die Preise wettbewerbsfähig zu gestalten, dabei aber auch die Produktionskosten und deine gewünschte Gewinnspanne zu berücksichtigen. Beobachte den Markt und passe deine Preise bei Bedarf an.
Was sind Tier Levels und wie funktionieren sie?
Tier Levels sind Stufen bei Merch by Amazon, die bestimmen, wie viele Designs du gleichzeitig anbieten kannst. Du startest in Tier 10 und kannst aufsteigen, indem du verkaufst. Amazon hat im August 2026 bestätigt, dass dafür die Anzahl und der Prozentsatz der verkauften Produkte und Designs der letzten 12 Monate zählen, nicht mehr deine Lifetime-Verkäufe. Die genauen Schwellen verrät Amazon nicht. Community-Daten aus der August-Welle deuten auf mindestens rund 32 Prozent verkaufter Designs und über 90 Prozent gefüllte Slots hin. Mehr dazu in meinem ausführlichen Tier-Up Guide.
Wie schütze ich meine Designs vor Nachahmung?
Während es schwierig ist, Nachahmungen vollständig zu verhindern, hilft es, originelle und spezifische Designs zu erstellen, die schwer zu kopieren sind. Außerdem solltest du regelmäßig überprüfen, ob deine Designs ohne Erlaubnis verwendet werden, und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen.
Kann ich bei Merch by Amazon auch andere Produkte als T-Shirts verkaufen?
Ja, Merch by Amazon bietet eine Vielzahl von Produkten an, darunter Hoodies, Tank Tops, iPhone-Hüllen, PopSockets, Tassen und seit 2026 auch Caps. Die Auswahl der Produkte, die du anbieten kannst, erweitert sich mit dem Aufstieg in höhere Tier Levels.
Was passiert, wenn Amazon meine Designs ablehnt?
Amazon kann Designs aus verschiedenen Gründen ablehnen, z.B. wegen Urheberrechtsverletzungen oder nicht eingehaltener Richtlinien. Es ist wichtig, das Feedback zu beachten und zukünftige Designs entsprechend anzupassen. Bei Unsicherheiten über die Ablehnungsgründe kannst du dich an den Support wenden.
Kann ich KI-Tools für meine Merch by Amazon Designs nutzen?
Ja! KI-Tools wie ChatGPT, Ideogram und Kittl sind perfekte Hilfsmittel für die Designerstellung. Beachte aber: Du musst die generierten Bilder noch bearbeiten und einzigartig machen. Reine 1:1 KI-Outputs ohne eigene kreative Anpassung sind nicht empfehlenswert.
Wie viel kann man mit Merch by Amazon verdienen?
Das hängt stark von deinem Engagement ab. Anfänger verdienen typischerweise 50-200€ im Monat. Mit einem gut gefüllten Portfolio (1000+ Designs) und den richtigen Nischen sind 500-2000€/Monat realistisch. Top-Seller mit optimierten Listings und tausenden Designs verdienen 5.000€+ monatlich.
Was kostet Merch by Amazon?
Die Plattform selbst ist komplett kostenlos. Du zahlst nichts für die Anmeldung, den Upload oder die Produktion. Amazon behält einen Teil des Verkaufspreises ein und zahlt dir Tantiemen aus. Bei einem T-Shirt zum Höchstpreis von 17,99 € auf amazon.de bleiben dir bis zu 2,70 €. Geld ausgeben wirst du trotzdem, nämlich für Design-Tools und vor allem für Amazon Ads. Bei mir sind über die Jahre 137.822 € Werbekosten zusammengekommen, bezahlt aus den laufenden Tantiemen.

