Wenn du nach Print on Demand Anbietern suchst, suchst du eines von zwei ganz verschiedenen Dingen. Diese Frage bekomme ich gefühlt jede Woche. Hier ist die ehrliche Antwort.
Entweder du suchst einen Marktplatz. Da lädst du hoch, und die Plattform bringt dir die Kunden: Amazon KDP, Merch on Demand, Redbubble, Etsy, der Spreadshirt-Marktplatz. Oder du suchst eine Druckerei, die für deinen eigenen Shop produziert. Printful, Printify und Gelato sind Druckereien. Sie bringen dir null Traffic. Gehörst du zur zweiten Gruppe, spring direkt zu wer wirklich in Europa produziert oder zum Kurzcheck Shopify.
Ich mache Print on Demand seit 2015 hauptberuflich, also seit zehn Jahren: 150.000 Produkte, 1 Million Euro, 10 Jahre.
Für den Start in 2026 heißt die Antwort Amazon KDP.
TL;DR:
- Bester Anbieter für den Start 2026: Amazon KDP. Kein Warten, kein Tiersystem, Werbung ab Tag 1.
- Merch on Demand: 2 bis 8 Wochen Bewerbung, Start mit 10 Design-Slots, seit dem 01.06.2026 im US-Store nur noch die halbe Royalty ohne externen Traffic.
- Redbubble zieht auf Standard-Konten 50 Prozent Plattformgebühr ab.
- Produktion in Europa ist bei Spreadshirt und Printful am transparentesten, bei KDP faktisch gegeben, bei Merch on Demand nicht veröffentlicht.
Print on Demand Anbieter: Marktplatz, Shop oder eigene Produktion?
Für dich als Verkäufer gibt es drei Modelle. Beim Marktplatzmodell bringen Amazon KDP, Merch on Demand oder Redbubble ihre eigenen Kunden mit. Beim Shopmodell verkaufst du über einen eigenen Shop und lässt einen Druckpartner wie Printful oder Printify produzieren, den Traffic bringst du selbst. Im dritten Modell druckst du zusätzlich selbst, mit eigenen Maschinen und eigenem Lager. Das Kampagnenmodell, früher Teezily, ist tot.
| Modell | Wer bringt den Traffic | Wer produziert | Für wen |
|---|---|---|---|
| Marktplatzmodell KDP, Merch on Demand, Redbubble, Etsy, Spreadshirt-Marktplatz | die Plattform, organischer Traffic inklusive | die Plattform | Einsteiger ohne Budget und ohne Reichweite |
| Shopmodell mit Druckpartner Shopify mit Printful, Printify, Gelato oder merchOne, Spreadshop, Shirtigo | du selbst, über Werbung oder Community | ein Dienstleister, abgerechnet pro Stück | Marken mit Budget oder Publikum |
| Shopmodell mit eigener Produktion eigener Shop plus eigene Druckmaschinen und eigenes Lager | du selbst, über Werbung oder Community | du selbst, mit Maschinen, Material und Lager | wer Volumen hat und die Stückkosten drücken will |
| Kampagnenmodell Teezily | du selbst, befristete Kampagne | die Plattform | niemanden mehr, Modell ist Geschichte |

Ohne diese Dreiteilung ist jeder Anbietervergleich wertlos. Beim Marktplatzmodell trägt die Plattform den Kunden zu dir und nimmt dafür einen Teil vom Verkaufspreis. Beim Shopmodell behältst du mehr pro Verkauf, bezahlst aber jeden Besucher selbst. Und wer zusätzlich selbst druckt, drückt die Stückkosten am weitesten, hat dafür aber Maschinen, Material und Lager am Bein. Für den Start kommt nur das erste Modell in Frage.
Der beste Print on Demand Anbieter für Einsteiger: warum ich 2026 KDP nehme
Der beste Print on Demand Anbieter für Einsteiger ist 2026 Amazon KDP. Du legst in Minuten los statt in Wochen, du hast kein Tier-Limit, und du kannst ab dem ersten Tag Werbung schalten. Genau diese drei Punkte fehlen bei Merch on Demand.
Wenn mich heute jemand fragt, womit er anfangen soll, sage ich ganz klar: Amazon KDP. Konto anlegen, Steuerdaten hinterlegen, hochladen. Keine Bewerbung, keine Warteliste.
Ein Limit gibt es trotzdem: drei neue Titel pro Tag. Das ist eine Spam-Bremse und hat mit einem Tiersystem nichts zu tun. Updates zählen nicht mit, Taschenbuch und E-Book desselben Titels aber als zwei.
Der eigentliche Vorteil ist die Werbung ab Tag 1. Du hast sofort Feedback vom Markt und siehst: Das Ding verkauft sich oder es verkauft sich nicht. Dann heißt es zurück ans Reißbrett, neues Produkt aufsetzen, Hausaufgaben besser machen.
Nur versteh Amazon Ads bitte als Messinstrument und halt dabei das Budget kurz. Mein Break-Even-ACOS liegt bei rund 35 Prozent. Tatsächlich gelaufen sind über die gesamte Laufzeit 51,52 Prozent, und von 570 Kampagnen waren 13 profitabel.
Wenn sich ein Produkt über Ads nicht verkauft, dann versuch bitte nicht verzweifelt, es über TikTok oder sonst einen Kanal zu retten. Du kannst ein schlechtes Produkt mit Werbebudget an die Wand werfen, so oft du willst. Kleben bleibt es trotzdem nicht.
Es müssen schon gute Produkte sein. Und wenn die sich mit Ads verkaufen, kannst du sie danach überall skalieren.
An Produkten hast du bei KDP normale Bücher und Bücher mit festem Einband. Daraus baust du Journale, Planer, Notizbücher und Malbücher, zum Beispiel als Low-Content-Bücher.
Bleibt der Einwand: KDP sei doch längst übersättigt. Die Einstiegshürde bei KDP ist niedrig, und das sieht man dem Markt an. Es gibt extrem viele Produkte, die einfach schlecht gemacht sind. Genau darin sehe ich deine Chance: Wenn du bereit bist, dein Handwerkszeug zu lernen, trittst du in einen Markt ein, in dem Qualität sofort auffällt.
Ich hab 2.900 Bücher hochgeladen, zu einer Zeit, in der man wild seine T-Shirt-Designs auf Notizbücher geklatscht hat. Echte Bestseller sind davon 1,5 Prozent geworden. Ein einzelnes Erziehernotizbuch hat 2.584 Verkäufe gemacht. Fokus schlägt Masse. Mehr dazu in meinem kompletten KDP-Guide.
Die Plattform steht. Fehlt nur noch dein erstes Produkt. Im Gratiskurs zeige ich dir in drei Videos, wie du von der Nische bis zum fertigen Upload kommst.
Print on Demand Anbieter im Vergleich: die Tabelle
Sechs Print on Demand Anbieter, verglichen nach den Kriterien, die für den Start zählen: Einstiegshürde, Wartezeit, Ads-Zugang, Produktvielfalt, Marge und Produktion in Europa. Amazon KDP gewinnt in vier von sechs Spalten.
| Anbieter | Einstiegshürde | Wartezeit | Ads-Zugang | Produktvielfalt | Marge | Produktion in Europa |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Amazon KDP | Konto anlegen | Minuten | ab Tag 1 | Bücher, Hardcover, Notizbücher, Planer | 60 Prozent vom Verkaufspreis minus Druckkosten | ja: Wrocław, Milton Keynes, Madrid, Deutschland |
| Merch on Demand | Bewerbung, Annahme ungewiss | 2 bis 8 Wochen, teils Monate | nein, Freischaltung kontenweise | Shirts, Hoodies, Becher, Taschen | gestaffelt seit 01.06.2026, Creator-Stufe 2,44 $ bei 19,99 $ | nicht veröffentlicht |
| Redbubble | Konto anlegen | Minuten | keine Angabe | sehr breit | Standard-Konto: 50 Prozent Plattformgebühr | teilweise, keine Standortliste |
| Spreadshirt-Marktplatz | Konto anlegen | Minuten | keine | breit | zuletzt 2,26 Euro pro Verkauf | ja: Leipzig, Legnica, Krupka |
| Etsy | Konto plus 0,20 $ je Listing | Stunden | Etsy-Ads, gröber als Amazon | frei, POD deklarationspflichtig | 12 bis 17 Prozent Abgaben pro Verkauf | hängt am Fulfiller |
| Shopify mit Printful oder Printify | Shop bauen, Abo, Werbebudget | Tage bis Wochen | eigene Ads, Pflicht | sehr breit | frei kalkulierbar, aber Traffic kostet | Printful: Lettland, Spanien, Großbritannien. Printify: Partnernetz |
Die Marge-Spalte ist die einzige, in der kein Anbieter sauber gewinnt. Prozentwerte sagen dir nämlich nicht, was am Monatsende auf dem Konto landet.
Amazon KDP gegen Merch on Demand: das eigentliche Duell
Merch on Demand ist die stärkere Plattform, sobald du drauf bist. Nur ist der Weg dahin für Einsteiger 2026 verbaut: 2 bis 8 Wochen Bewerbung, Start mit 10 Design-Slots, kein verlässlicher Aufstieg mehr und seit dem 01.06.2026 im US-Store nur noch die halbe Royalty ohne externen Traffic.
Merch on Demand finde ich richtig stark, das ist ein super Business. Wenn du schon einen Account hast, pflege ihn und bau ihn aus, es ist bis heute mein umsatzstärkster Kanal. Für den Neustart 2026 empfehle ich ihn trotzdem nicht. Vier Gründe.

Erstens die Bewerbung. Typisch sind 2 bis 8 Wochen, in Einzelfällen bis zu 3 Monate. Amazon prüft manuell und gibt dir keinen Zwischenstand. Nach einer Ablehnung wartest du besser 60 Tage.
Zweitens der Start in Tier 10. Du darfst 10 Designs hochladen, daraus werden grob 160 Produkte. Mehr geht nicht.
Drittens das Tier-System. Es gibt das System weiterhin, nur ist es undurchschaubar: kein Antrag, kein Zeitplan. Und es geht inzwischen abwärts. Konten ohne Verkauf stuft Amazon nach 12 Monaten herunter, Listings ohne Verkauf löscht Amazon nach 18 Monaten. Ein Fall aus dem Amazon-Verkäuferforum erklärt das besser als jede Regel: 676 rein organische Verkäufe, 58 verkaufende Designs, 4,71 von 5 Sternen, alle Slots gefüllt, und trotzdem Tier 100. Es werden nur die belohnt, die wirklich Qualität mitbringen und einen verdammt langen Atem.
Viertens die Royalty-Umstellung vom 1. Juni 2026. Amazon hat die pauschale Royalty im US-Store durch drei Stufen ersetzt, gekoppelt an den Anteil deiner nicht-organischen Verkäufe.
| Stufe | Bedingung | Royalty bei 19,99 $ |
|---|---|---|
| Creator | unter 15 Prozent externer Traffic | 2,44 $ |
| Plus | ab 15 Prozent externer Traffic, mindestens 10 Verkäufe pro Monat | 4,88 $ |
| Premium | ab 35 Prozent externer Traffic | 5,27 $ |
Die Einstufung läuft rollierend über 60 Tage, Amazon rechnet sie monatlich neu. Sie gilt ausschließlich im US-Store, amazon.de ist nach allem, was bisher bekannt ist, nicht betroffen.
Und damit beißt sich die Katze in den Schwanz. Als Einsteiger hast du keinen externen Traffic und am Start keine Ads, landest also in der Creator-Stufe und verdienst die Hälfte. Um aufzusteigen, bräuchtest du genau das Werkzeug, das dir auf den unteren Tiers fehlt. Amazon nennt für die Ads-Freischaltung keine Schwelle und schaltet kontenweise frei, in meiner Erfahrung erst deutlich oberhalb des Einsteiger-Tiers. Wenn du es trotzdem angehen willst: der komplette Merch-on-Demand-Guide.
Alternativen zu Merch on Demand: Redbubble, Etsy und der eigene Shop
Die beste Alternative zu Merch on Demand ist Amazon KDP, weil du sofort startest. Redbubble hat die niedrigste Hürde und die schlechteste Marge. Etsy funktioniert nur, wenn du den Etsy-Geschmack wirklich triffst. Der eigene Shop ist Königsklasse, aber kein Startpunkt.
Redbubble
Der einfachste Start von allen, mit der dünnsten Marge. Die Plattform selbst ist sauber gebaut. Mich stört das, was am Ende übrig bleibt. Seit September 2025 gibt es drei Kontostufen: Standard zahlt 50 Prozent Plattformgebühr, Premium 20 Prozent, Pro 0 Prozent. Dazu kommt die Excess Markup Fee, noch einmal 50 Prozent oberhalb von 20 Prozent Aufschlag, gedeckelt bei 150 Euro pro Auszahlungsperiode. In Zahlen: Shirt für 24 $, Rohertrag 4 $, davon bleiben auf einem Standard-Konto rund 2 $.
Etsy
Echter eigener Traffic, aber die Skalierung ist stark begrenzt. Du zahlst 0,20 $ je Listing alle vier Monate und 6,5 Prozent Transaktionsgebühr auf den gesamten Bestellwert inklusive Versand. Dazu rund 4 Prozent plus 0,30 Euro für die Zahlungsabwicklung und 12 oder 15 Prozent Offsite Ads. Real sind das 12 bis 17 Prozent pro Verkauf. Ehrlich gesagt fahre ich Etsy selbst nicht aktiv. Meine zwei Verkäufe dort kamen über die Shopify-Anbindung. POD-Ware musst du als „Made by a production partner“ deklarieren.
Shopify mit Printful oder Printify
Print on Demand über Shopify ist die Königsklasse. Für Anfänger meiner Meinung nach komplett ungeeignet. Du hast sofort hohe Ausgaben am Bein, du brauchst Geld für Werbung, und du musst dich erst mal für eine Werbeplattform entscheiden. Da gibt es einfach zu viele Stellschrauben. Printful hat eigene Werke und konstante Qualität zum höchsten Preis. Printify ist ein Netz aus über 100 Partnern: günstiger, dafür schwankend.
Diese Print on Demand Anbieter kannst du dir 2026 sparen
Drei Anbieter lohnen sich 2026 für den Marktplatz-Upload nicht mehr: der Spreadshirt-Marktplatz, der Shirtee-Marktplatz und Teezily, das es gar nicht mehr gibt. Bei Spreadshirt ist mein Verdienst pro Verkauf in vier Jahren von 3,64 Euro auf 2,26 Euro gefallen, also um 38 Prozent.
Spreadshirt ist die Plattform, mit der ich in 2008 angefangen habe. Dort habe ich meine ersten Euros verdient und lade bis heute konsequent hoch.
Und trotzdem: Der Marktplatz ist einfach unprofitabel.
Meine Jahreseinnahmen dort sind von 4.772 Euro auf 2.638 Euro gefallen, sie haben sich also fast halbiert. Ich lade da seit 2008 hoch und sage dir trotzdem: reine Zeitverschwendung. Sinnvoll ist der Marktplatz heute nur als Zweitverwertung, wenn du deine Merch-on-Demand-Designs per Automation mitlaufen lässt. Der Spreadshop ist übrigens etwas anderes, nämlich das Shopmodell, und für Marken mit Community durchaus sinnvoll. Alle Werte: meine Spreadshirt-Zahlen aus 19 Jahren.
Zu Shirtee bekomme ich dieselbe Frage. Der Marktplatz war vor rund fünf Jahren profitabel, heute würde ich dort nichts mehr hochladen. Belastbare Zahlen habe ich nicht, das ist meine Einschätzung.
Teezily war mein Sprungbrett in die Selbstständigkeit. Dort habe ich gemerkt: Da geht was in dem Bereich, das kann ich vielleicht irgendwann hauptberuflich machen. Danach ging es sehr schnell, im März 2015 war ich selbstständig. Die Plattform gibt es heute nicht mehr.
Ein Kanal, der dich trägt, kann verschwinden.
Print on Demand Anbieter in Europa: wer wirklich in der EU produziert
Am transparentesten sind Spreadshirt (Leipzig, Legnica, Krupka) und Printful (Riga, Barcelona, Großbritannien), beide mit eigenen Werken in Europa. Amazon KDP druckt europäische Bestellungen in Europa, unter anderem in Wrocław, Milton Keynes, Madrid und Deutschland. Merch on Demand veröffentlicht seine Standorte nicht.

| Anbieter | Produktion in Europa | Belegte Standorte |
|---|---|---|
| Spreadshirt / Spread Group | ja, am klarsten | Leipzig, Legnica, Krupka |
| Printful | ja, eigene Werke | Riga, Barcelona, Großbritannien |
| Amazon KDP | ja, faktisch gegeben | Wrocław, Milton Keynes, Madrid, Deutschland |
| Printify | ja, aber über Partner | Großbritannien, Deutschland, Tschechien, Polen, Lettland |
| Shirtigo | ja, deutsch | Hürth bei Köln |
| merchOne | ja | Polen, Deutschland, Lettland |
| Gelato | ja | Netz in über 30 Ländern |
| Redbubble | teilweise | keine Standortliste |
| Merch on Demand | nicht belegbar | Amazon veröffentlicht nichts |
Die Frage kommt aus guten Gründen: kurze Lieferzeiten, keine Zollüberraschung für deinen Kunden, EU-Verbraucherrecht und die Produktsicherheitspflichten. Im eigenen Shop betrifft dich das direkt. Beim Marktplatzmodell trägt die Plattform den größten Teil davon.
„Produziert in Europa“ ist nicht dasselbe wie „lohnt sich für dich“.
Spreadshirt produziert vorbildlich in Europa und ist trotzdem mein unrentabelster Kanal. Komplett in Deutschland produzieren lassen kannst du bei Spreadshirt in Leipzig, bei Shirtigo in Hürth und über Printify-Partner. Auch KDP druckt in Deutschland. Und noch was: Der Firmensitz sagt nichts über den Druckort. Amazon sitzt in den USA und druckt trotzdem in Europa.
Welche Plattform hat die besten Margen? Und was am Ende übrig bleibt
Die beste Marge pro Verkauf hat Amazon KDP mit 60 Prozent vom Verkaufspreis abzüglich Druckkosten. Merch on Demand zahlt bei einem 24,99-Dollar-Shirt 8,59 $, also 34 Prozent. Redbubble nimmt auf Standard-Konten die Hälfte, Etsy 12 bis 17 Prozent, der Spreadshirt-Marktplatz zuletzt 2,26 Euro pro Verkauf.
Aus Statistiken kannst du verdammt viel lernen, auch wenn es erstmal nur trockene, langweilige Zahlen sind. Bei Merch on Demand habe ich aus vier bestätigten Auszahlungen eine Formel abgeleitet: Royalty gleich 0,74 mal Verkaufspreis minus 9,90 $. Der Nullpunkt liegt bei 13,38 $, darunter verdienst du nichts. 19,99 $ ergeben 4,89 $, 29,99 $ ergeben 12,29 $.
Der Fallstrick für Einsteiger in Deutschland: Das neue Value Graphic T-Shirt ist auf 12,99 Euro gedeckelt und zahlt 1,09 Euro Royalty statt 2,70 Euro beim Standard-Shirt, also 60 Prozent weniger. Bei KDP hängen die Tantiemen an Seitenzahl und Format: rechne deine Tantiemen selbst durch.
FAQ: häufige Fragen zu Print on Demand Anbietern
Welche Alternativen gibt es zu Merch by Amazon?
Die naheliegendste Alternative zu Merch by Amazon, heute Merch on Demand, ist Amazon KDP, weil du dort ohne Bewerbung sofort startest. Danach kommen Redbubble mit 50 Prozent Plattformgebühr auf Standard-Konten und der Spreadshirt-Marktplatz als Zweitverwertung. Etsy lohnt nur, wenn dein Stil dorthin passt.
Welche sind die besten Print on Demand Anbieter in Deutschland?
Zum Verkaufen sind das Amazon KDP und Merch on Demand, weil beide eigene Kunden mitbringen. Zum Produzieren in Deutschland eignen sich Spreadshirt in Leipzig, Shirtigo in Hürth bei Köln und Printify-Partner. Wer verkaufen will, wählt nach Traffic. Wer nur drucken lassen will, nach Standort.
Darf ich KI-Designs bei Print on Demand nutzen?
Ja, bei Amazon KDP und bei Merch on Demand ist KI erlaubt. Bei KDP musst du das beim Upload angeben, getrennt nach Text, Bildern und Übersetzungen. Die Angabe ist intern und erscheint nicht auf der Produktseite. Im Zweifel gibst du lieber mehr an. Nachlesen kannst du das in Amazons KDP-Inhaltsrichtlinien.
Welcher Print on Demand Anbieter ist der schlechteste?
Für den reinen Marktplatz-Upload ist es der Spreadshirt-Marktplatz: zuletzt 2,26 Euro pro Verkauf, 38 Prozent weniger als vier Jahre zuvor. Teezily gibt es gar nicht mehr. Redbubble ist gut gemacht, aber mit 50 Prozent Plattformgebühr auf Standard-Konten die schwächste Wahl.
Welche Print on Demand Anbieter erfüllen die DSGVO?
Beim Marktplatzmodell ist die Plattform der Verkäufer, die Kundendaten verarbeiten also Amazon, Redbubble oder Etsy. Betreibst du einen eigenen Shop mit Printful, Printify oder Gelato, trägst du die Verantwortung selbst und brauchst eigene Verträge zur Auftragsverarbeitung. Ein unterschätztes Argument für den Marktplatz-Einstieg.
Wie lange dauert die Bewerbung bei Merch on Demand?
Typisch sind 2 bis 8 Wochen, in Einzelfällen bis zu 3 Monate. Amazon prüft manuell und gibt keinen Zwischenstand. Nach einer Ablehnung wartest du besser mindestens 60 Tage. Bei Amazon KDP entfällt die Bewerbung komplett, dort startest du in Minuten.
Mein Fazit
Wenn du in 2026 anfängst, fang bei Amazon KDP an: kein Warten, kein Tiersystem, Werbung ab Tag 1 und damit sofortiges Marktfeedback. Meiner Meinung nach die beste Lösung für Anfänger. Bewirb dich parallel bei Merch on Demand, die Wartezeit läuft ja ohnehin. Aber warte nicht auf die Antwort.
Den Unterschied macht dein zwanzigstes Produkt. Qualität schlägt Quantität, am Ende tragen ein paar wenige Titel das Ergebnis. Dein nächster Schritt ist deshalb eine Nische, die trägt. Noch ein Anbietervergleich bringt dich da keinen Meter weiter.
Drei Videos, kostenlos. Danach hast du dein erstes Produkt statt einer weiteren Liste im Lesezeichen-Ordner.


