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Daniel Gaiswinkler zeigt A+ Content für Amazon KDP mit einer Vorlage aus fünf Modulen.

A+ Content für Amazon KDP: so baust du die Bildstrecke, die dein Buch verkauft

Daniel GaiswinklerVon Daniel Gaiswinkler
Aktualisiert: 19. Februar 2026
14 Min. Lesezeit

Dein Buch ist online. Auf der Produktdetailseite stehen Cover, Titel und Beschreibung, darunter kommt nichts mehr. Auf anderen Buchseiten läuft dort eine Bildstrecke mit Innenseiten und Szenen.

Du brauchst dafür keine Markenregistrierung. Kein Brand Registry, keine eingetragene Marke, keine Wartezeit. A+ Content bei KDP steht jedem Autor offen, dessen Buch veröffentlicht ist, und Vorbestellungen zählen mit.

Dass die halbe Suchergebnisseite das Gegenteil behauptet, liegt an einer Verwechslung: Sie meint Seller Central. Wer dort Produkte verkauft, braucht wirklich eine Marke. Nur unterstützt Seller Central A+ für Bücher gar nicht, für Bücher führt der Weg ausschließlich über KDP.

Ich bin Daniel, seit 2008 hat mich das Print-on-Demand-Virus infiziert, und seit 2015 mach ich den ganzen Bums Vollzeit, mit allen Höhen und Tiefen. Ohne veröffentlichtes Buch startest du besser bei Amazon KDP von Grund auf.

TL;DR:

  • Für A+ Content bei KDP brauchst du keine Markenregistrierung, nur ein veröffentlichtes Buch.
  • 17 Modultypen stehen zur Auswahl, einsetzen darfst du fünf pro Detailseite.
  • Amazon nennt acht Werktage bis zur Anzeige, jede Änderung startet die Frist neu.
  • Die kursierenden Prozentzahlen stammen aus einem Marken-Handel ohne Bücher, bei Büchern ist A+ eine Design-Entscheidung.

Den Klickweg hab ich auch gefilmt. Das Video ist von Mai 2024, der Weg durch den A+-Inhaltsmanager stimmt bis heute. Drei Angaben darin sind überholt: das eine Modul, die Preise in der Vergleichstabelle und das Feld „Bildkeywords“.

A+ Content KDP: was das ist, und warum du keine Marke brauchst

A+ Content ist die Bildstrecke unterhalb deiner Buchbeschreibung. Bei Amazon KDP steht sie jedem Autor mit einem veröffentlichten Buch offen. Eine Markenregistrierung brauchst du dafür nicht, die verlangt Seller Central.

Auf der Produktdetailseite sitzt der Block unter der Überschrift „Vom Verlag“. Auf dem Handy taucht er nach meiner Beobachtung früher auf als am Desktop. Amazon nennt das im deutschen Backend „A+-Inhalte“, gesucht wird es als A+ Content. Deine Beschreibung ersetzt die Strecke nicht: die Buchbeschreibung selbst schreibst du hier, A+ ist der Teil mit den Bildern darunter.

Voraussetzung ist eine ASIN aus deinem eigenen Bücherregal. Kein KDP Select nötig, kein Professional-Konto, und kosten tut es auch nichts. Was du nicht bekommst, ist Premium A+, das läuft über die Brand Registry.

Amazon KDPSeller Central
Markenregistrierung nötigneinja, Brand Registry
Voraussetzungveröffentlichtes Buch im eigenen RegalProfessional-Konto plus Markenrolle
A+ für Bücherja, der einzige Wegwird nicht unterstützt
Premium A+neinja, mit Voraussetzungen
Freigabefristacht Werktagesieben Werktage

Was mich an fast jedem deutschen Artikel dazu stört: Er erzählt dir im zweiten Absatz, du bräuchtest eine Marke. Für Seller Central stimmt das, für dich ist es der Grund, warum du ein kostenloses Verkaufswerkzeug liegen lässt.

Das Schöne daran ist: Du kannst heute anfangen. Kein Antrag, keine Prüfung.

Was A+ bei Büchern bringt, und was von den Prozentzahlen übrig bleibt

A+ Content wirkt bei Büchern vor allem deshalb, weil bei vielen KDP-Titeln der Blick ins Buch fehlt. Die A+-Strecke ist dann die einzige Stelle, an der dein Käufer sieht, was er kauft.

Bei Notizbüchern und einfachen Low Content Büchern ist der Blick ins Buch ja abgeschafft worden, die Bildstrecke ist damit der Ersatz-Blick. Selbst wenn dein Gästebuch nur drei oder vier verschiedene Seiten hat, zeigst du genau die. Voraussetzung für den Blick ins Buch sind um die 7-10 Seiten wo sich Inhalte unterscheiden.

Klartext zu den Zahlen. Die vielzitierten „5,6 Prozent mehr Verkäufe“ existieren nicht, sie stehen auf keiner Amazon-Seite, auch nicht in den archivierten Ständen. Amazons echte Angabe steht auf der Verkäufer-Seite: Basic A+ steigert den Absatz „bis zu 8 Prozent“, Premium A+ „bis zu 20 Prozent“. Die berühmten 20 Prozent gehören also dem Premium-Produkt, und das bekommst du nicht. Die KDP-Hilfeseiten nennen gar keine Zahl.

Und die 8 Prozent taugen für deine Buchseite aus drei Gründen nichts:

  • Bücher waren ausgeschlossen. Auf derselben Seite stand 2023 wörtlich, A+ sei in den Kategorien Bücher, Musik und DVD nicht verfügbar.
  • Es war kein Test, sondern ein Quervergleich. Etablierte Marken mit Budget gegen unaufbereitete Listings. Gemessen wurde damit Sorgfalt.
  • Die Methodik ist verschwunden. Bis 2023 stand als Fußnote „US, FY2020“ darunter, seit Ende 2024 nur noch „Amazon internal data“, und genau da kam die 8-Prozent-Angabe dazu.

Nachmessen kannst du es auch nicht selbst: Amazons A/B-Werkzeug „Manage Your Experiments“ setzt Brand Registry und ein Professional-Konto voraus. Beides hast du nicht.

Der einzige seriöse Rückhalt ist eine Studie mit echter Stichprobe. Cai, Cebollada und Cortiñas werteten 2023 im Journal of Retailing and Consumer Services 5.248 Amazon-Produkte aus. Ergebnis: Multimedia-Reichhaltigkeit ist der einzige verkäuferseitige Faktor mit signifikanter Wirkung auf den Absatz. A+ misst sie nicht direkt, zeigt aber in dieselbe Richtung.

A+ ist bei Büchern also eine Design-Entscheidung. Wer dir eine Prozentzahl verspricht, hat sie abgeschrieben. Das Argument, das trägt, braucht sowieso keine Statistik. Ohne A+ sieht dein Käufer nur das Cover, mit A+ sieht er, was drin ist.

A+ Content erstellen: der Weg durch den A+-Inhaltsmanager

Du findest A+ Content im KDP-Dashboard unter „Marketing“. Dort scrollst du zum Abschnitt „A+-Inhalte“, wählst den Shop aus und klickst auf „A+-Inhalte verwalten“. Von dort sind es neun Schritte bis zur Einreichung.

  1. KDP-Marketingseite öffnen.
  2. Zum Abschnitt „A+-Inhalte“ scrollen.
  3. Shop auswählen, für ein deutsches Buch also DE.
  4. Auf „A+-Inhalte verwalten“ klicken.
  5. „Erstellen von A+-Inhalten starten“.
  6. Inhaltsname und Sprache eintragen, über „Modul hinzufügen“ die Module setzen.
  7. „Weiter: ASINs anwenden“.
  8. „Weiter: Überprüfen und übermitteln“.
  9. „Zur Genehmigung übermitteln“.
A+ Content für Amazon KDP: so baust du die Bildstrecke, die dein Buch verkauft - Amazon A Content erstellen

„Berechtigt: nein“, der Klassiker

Du baust die Strecke fertig, gibst dein Buch ein, und dann steht da: berechtigt, nein. Entweder liegt die ASIN nicht in deinem Bücherregal. Oder du bist im falschen Konto, weil dein Werbekonto über eine andere E-Mail läuft. Den Fehler hatte ich nämlich schon mal, und davor möchte ich dich gerne bewahren. Die Lösung: abmelden und über den KDP-Link mit dem KDP-Konto neu anmelden.

Schritt ASINs anwenden im A+-Inhaltsmanager: Buch über die ASIN-Suche zuordnen, danach steht es in der Liste der angewendeten ASINs.
Hier entscheidet sich das „Berechtigt: nein“. Findet die Suche dein Buch nicht, liegt die ASIN nicht in deinem Regal oder du bist im falschen Konto.

Acht Werktage, und was danach geht

Speicher zwischendurch als Entwurf und sieh dir die Vorschau an. Dort steht der Text oft linksbündig, live erscheint er dann zentriert. Amazon nennt acht Werktage, bis der Inhalt auf deiner Detailseite steht, bei hohem Volumen länger. Die sieben Tage aus dem Netz sind die Seller-Central-Frist. In meiner Praxis gingen Überarbeitungen innerhalb von 10 Minunten durch.

A+-Inhaltsmanager bei KDP: der Fortschrittsbalken von Inhalt erstellen bis Veröffentlicht, mit den Schaltflächen Als Entwurf speichern und Weiter zu ASINs anwenden.
Speicher zwischendurch als Entwurf. Der Balken oben zeigt dir, wo deine Strecke gerade steht.

Änderungen starten die Frist von vorn. Drei Aktionen musst du auseinanderhalten: Deaktivieren nimmt den Inhalt von der Seite, das Projekt bleibt. Löschen ist endgültig. Duplizieren kopiert das Layout, der Spar-Trick für ganze Reihen.

Die Module: 17 zur Auswahl, fünf einsetzbar

Amazon bietet 17 Modultypen an, davon darfst du fünf pro Detailseite einsetzen. Fünf Plätze zwingen dich zu einer Reihenfolge.

Vorab die Klarstellung, an der ich am längsten gehangen habe: Die Pixelangaben sind Mindestmaße, keine Obergrenzen, entscheidend ist das Seitenverhältnis. Größer hochladen darfst du, schärfer wird es nicht.

ModulMindestmaß in PixelnBilder
Standard-Bildheader mit Text970 mal 6001
Standardbild mit hellem oder dunklem Text-Overlay970 mal 300, empfohlen 1940 mal 6001
Standardmodul mit drei Bildern und Text300 mal 300, empfohlen 600 mal 6003
Vier Bilder und Text200 mal 2004
Einzelbild links oder rechts300 mal 3001
Einzelbild mit Seitenleiste300 mal 400 plus 350 mal 1752
Vergleichstabelle150 mal 300bis 6 Spalten
Firmenlogo600 mal 1801
Textmodule, technische Datenkein Bild0

Dazu die Datei-Regeln: JPG, PNG oder BMP im RGB-Farbraum, CMYK geht nicht. Bleib unter 2 MB pro Bild, dann kann nichts passieren. Keine animierten GIFs, mindestens 72 dpi, empfohlen 300.

Das Firmenlogo-Modul gilt einmal pro Projekt. Zu den Zeichenlimits sag ich bewusst wenig: Du darfst viel, du solltest wenig. Eine Zahl merk dir trotzdem, die 100 Zeichen Alt-Text pro Bild.

Die Fünf-Modul-Strecke, mit der ich meine Bücher baue

Fünf Slots reichen für eine komplette Verkaufsdramaturgie: Hook, drei Kaufgründe, Innenseiten-Beweis, Verbinden, Geschenk-Abschluss. Die Reihenfolge führt vom ersten Blick zur Kaufentscheidung.

Erst die Selbstkorrektur. Im Video von 2024 sag ich, dass ich zu 99 Prozent nur das Standardbild mit Text nutze. Das war damals ehrlich, und es ist überholt. Mit fünf Modulen führe ich den Leser durch eine Reihenfolge, mit einem zeige ich ihm ein Bild.

SlotModulZweck
1Bildheader mit Text, 970 mal 600Hook: Buch in warmer Szene, Headline im Bild
2Drei Bilder und Text, je 300 mal 300drei Kaufgründe, je ein Satz
3Innenseiten-Beweisaufgeschlagenes Buch, echte Seiten
4Bildheader mit Text, 970 mal 600Verbinden: zwei Menschen, ein Buch
5Geschenk-AbschlussAnlass und Schlusspointe, ohne Preis
Die fünf Module einer A+-Strecke für Buchseiten: Hook, drei Kaufgründe, Innenseiten-Beweis, Verbinden und Geschenk-Abschluss, jeweils mit Bildmaß und Wortbudget.
Fünf Slots sind bei Amazon das Maximum. Die Wortzahlen sind Obergrenzen je Modul, nicht Vorgaben: Ziel für die ganze Strecke sind 120 bis 150 Wörter.

Jetzt das Textbudget. Mach es kurz und knapp, damit die Leute sofort sehen, welchen Nutzen sie von dem Buch haben. Hero höchstens 40 Wörter, jeder Kaufgrund 15, Innenseiten 30, Verbinden 35, Abschluss 30. Zielkorridor sind 120 bis 150 Wörter für die ganze Strecke.

Die Grenze ist Absicht. Ein eigener Lauf landete bei 362 Wörtern, obwohl jedes Modul unter dem üblichen Richtwert von 100 Wörtern lag. Fremde Richtwerte sind Decken.

Dazu zwei Handwerksregeln. Nenn Kennzahlen genau einmal, sonst liest das Auge ab dem zweiten Mal nicht mehr mit. Und gib jedem Bild ein echtes Überschriftenfeld, statt Überschrift und Fließtext in eins zu quetschen.

Wenn ein Modul ohne seinen Fließtext nicht mehr funktioniert, ist das Bild zu schwach. Dann bau das Bild neu.

Vorlagen, Canva und die Bilder: womit du die Strecke wirklich baust

Canva hat keine fertige Vorlagenkategorie für A+ Content. Du legst das Format über „Benutzerdefinierte Größe“ selbst an, in Pixeln. Also 970 mal 600 für den Bildheader, 300 mal 300 für die Kaufgründe.

Canva einrichten und eine Vorlage aufbauen

Neues Design, benutzerdefinierte Größe, Maß aus der Tabelle oben. Cover einziehen, Text setzen, als JPG oder PNG exportieren, unter 2 MB bleiben. Der Grundtarif reicht. Ich bau meine Strecken bis heute dort, weil Cover und Text in zwei Minuten sitzen. Was mich stört: keine A+-Kategorie, und der Hintergrund-Entferner steckt hinter Pro.

Fertige A+-Vorlagen, und was sie taugen

Es gibt A+-Vorlagen, nur nicht dort, wo du suchst. In der normalen Canva-Suche findest du nichts. Im offiziellen Amazon-Ads-Profil bei Canva liegen 17 Stück in der Sammlung „Amazon Product Descriptions“, alle mit Consumer-Produkten, kein einziges Buch-Template. Meine eigene Vorlage hat fünf Seiten: Cover, Vorteil und Nutzen, Inhalt, Produkt, Abschluss. Verwenden musst du die nicht alle. Wenn du sie als Startraster haben willst, hol dir die A+-Vorlage kostenlos, sie kommt als Canva-Datei direkt in dein Postfach. Fürs Raster brauchst du kein fremdes Paket, die Maße stehen oben. Was du brauchst, sind gute Bilder.

Texte und Bilder erzeugen

Wenn du sagst, ich bin da so unkreativ, dann nutze einfach ChatGPT für die Texte. Schreib rein, was du für ein Produkt hast, welche Vorteile dastehen könnten und wer dein Kunden-Avatar ist. Halt dich ans Textbudget.

Bei den Bildern ist mir egal, ob du mit Canva, Kittl, Ideogram oder ChatGPT arbeitest. Wichtig ist nur, dass das Werkzeug dein echtes Cover als Referenzbild annimmt. Sonst kommt ein Fantasie-Buch raus. Wie du das Cover baust, steht in der Anleitung für ein Cover, das zur Bildstrecke passt. Wer mit KI arbeitet, wirft vorher einen Blick auf die KI-Regeln bei Amazon KDP. Die Module mit dem Kennzeichen „AI Ready“ kannst du übrigens noch nicht nutzen. Die gibt es laut Amazon nur auf Englisch und nur in den USA.

Zwei Bildregeln, an denen fast jede Strecke scheitert

Die Echtes-Buch-Regel. Wo ein Buch im Bild ist, muss es dein echtes Buch sein, kein erfundenes Cover, keine erfundenen Seiten. Ein gehaltenes Buch muss realistisch klein sein, ein überlebensgroßer Wälzer riecht sofort nach KI.

Die Perspektiv-Regel. Arbeitet jemand am Buch, gehört die Kamera hinter die Person, leicht von oben. Ein zum Betrachter gedrehtes Buch heißt nämlich: Die Person malt kopfüber.

Die Ablehnungs-Checkliste: was du vor dem Einreichen prüfst

Amazon lehnt A+-Inhalte vor allem wegen Preisangaben, Zeitbezügen, Kundenrezensionen, Weblinks und fremden Logos ab. Ein Verstoß kann zur Ablehnung führen, im schlimmsten Fall zur Entfernung deiner ASIN. Geh vor dem Einreichen diese sechs Gruppen durch:

  1. Preis und Werbung raus. Keine Preise, kein „günstig“, „kostenlos“ oder „jetzt kaufen“, keine Versandhinweise, Garantien oder Rückgabebedingungen.
  2. Zeitbezüge raus. Kein „jetzt“, „neu“, „neueste“, keine Feiertagsbezüge. Das trifft jedes Weihnachtsmotiv.
  3. Fremdes raus. Keine Kundenrezensionen, keine Mitbewerber-Vergleiche, keine Weblinks, kein Kindle Unlimited, keine fremden Logos.
  4. Belegen oder weglassen. Auszeichnungen nur mit Datum und Organisation, älter als zwei Jahre sind verboten. „Umweltfreundlich“ ist ganz untersagt.
  5. Handwerk. Rechtschreibung und Zeichensetzung sind ein echter Ablehnungsgrund. Zahlen unter zehn ausschreiben, keine Bilder aus der Produktgalerie recyceln.
  6. Bilder. Nichts Unscharfes, keine Wasserzeichen, kein mobil unlesbarer Kleintext.

Anlass ja, Datum nein.

Zu Gruppe 3 hab ich eine eigene Geschichte. In einer älteren Strecke meiner Nostalgie-Reihe hat die KI im Hintergrund fröhlich Fußball-Werbebanden gemalt, mit echten Markennamen drauf. Gesehen hab ich das erst beim dritten Durchschauen. So passiert es: nie absichtlich, immer über KI-Bilder.

Zwei Klarstellungen noch. Text im Bild ist erlaubt, verboten ist nur mobil unlesbar kleiner Text, deine Headline im Hero-Bild darf also bleiben. Und Preise in der Vergleichstabelle sind erlaubt, solange Amazon sie über die Schalter „Preise zeigen“ und „Rezensionen anzeigen“ selbst zieht. Eine Zahl hineinschreiben ist verboten.

Alt-Text ist kein Keyword-Feld

Im Video nenne ich das Feld noch „Bildkeywords“ und fülle es mit Suchbegriffen. Heute nicht mehr. Amazon hat es in „Alt-Text“ umbenannt. In der KDP-Hilfe steht: Alt-Text, der das Bild nicht beschreibt, kann zur Ablehnung führen. Es ist ein Feld für Barrierefreiheit: 100 Zeichen, beschreib, was zu sehen ist.

Die Fehlermeldung, die dich am Upload hindert

„Ungültige Medienhöhe: Erwartete Medien müssen eine Mindesthöhe von 600 px haben.“ Die kommt, wenn ein Bild zu flach ist. Lösung: den Abschluss-Slot gleich als 970 mal 600 bauen.

Ein Projekt, mehrere Bücher: Formate, Reihen und Marktplätze

Ein A+-Projekt kannst du auf mehrere ASINs anwenden, also auf Taschenbuch, Hardcover und Kindle E-Book gleichzeitig. Die Zuordnung ist manuell, verknüpfte ASINs ziehen nicht mit. Für jeden Marktplatz brauchst du dagegen einen eigenen A+-Inhalt. Deutschsprachigen A+-Content kopiert Amazon in keinen anderen Shop. Wer zusätzlich auf amazon.com verkauft, baut eine eigene englische Strecke.

Für Reihen ist die Vergleichstabelle das wichtigste Modul: Auf jeder Buchseite sieht der Käufer die Geschwisterbände. Sie kommt als letztes Modul, erst überzeugen, dann Alternativen zeigen. Sechs Spalten sind drin, davon fünf Vergleichs-ASINs plus dein eigenes Buch. Deins gehört selbst in die Liste und bekommt als einziges den Haken „Spalte markieren“. Spaltenbilder brauchst du keine, Amazon zieht Cover, Preis und Sterne selbst.

Und weißt du was? Du baust die Tabelle nur einmal. Duplizier das Projekt für den nächsten Band und versetz den Haken. Denk nur an die Fünfer-Grenze: Die Tabelle verdrängt ein Modul.

A+ Content bringt dir kein Ranking

Amazon indexiert A+-Text nicht für die eigene Suche. Keywords im A+ bringen dir kein Ranking. Der einzige Weg vom A+ zum Ranking führt über die Conversion und danach über die Verkaufsgeschwindigkeit.

Deine Keywords gehören dorthin, wo Amazon wirklich liest: in Titel, Untertitel, die sieben Backend-Felder und die Beschreibung. Dazu die richtige Kategorie, dort entsteht Sichtbarkeit. Offiziell bestätigt hat Amazon die Nicht-Indexierung nie, das ist Erfahrungswert. Google liest die Produktseite dagegen sehr wohl, ein Nebenkanal, mehr nicht.

Für jeden A+-Satz bleibt damit eine einzige Frage: Hilft der beim Kaufen? Wenn nicht, raus damit. Das zählt besonders, wenn du mit Werbung Klicks einkaufst, deren Conversion eine gute Strecke verbessert.

Häufige Fragen zu A+ Content bei KDP

Braucht man für A+ Content bei KDP eine Markenregistrierung?

Nein. Für Amazon KDP ist weder eine Markenregistrierung noch die Brand Registry nötig. Voraussetzung ist ein veröffentlichtes Buch im eigenen KDP-Konto. Die Marken-Pflicht gilt für Seller Central, wo A+ für Bücher gar nicht verfügbar ist.

Was kostet A+ Content bei Amazon KDP?

Amazon verlangt für A+-Inhalte bei KDP nichts, auf den KDP-Hilfeseiten ist weder Gebühr noch Preis dokumentiert. Kosten entstehen nur, wenn du für die Bilder ein kostenpflichtiges Werkzeug einsetzt.

Wie lange dauert die Freigabe von A+-Inhalten?

Amazon nennt für KDP acht Werktage, bis der Inhalt auf der Detailseite erscheint, in Zeiten hoher Umsätze länger. Jede spätere Änderung startet die Frist neu.

Gilt A+ Content für Taschenbuch, Hardcover und E-Book gleichzeitig?

Ja. Ein A+-Projekt lässt sich auf mehrere Buch-ASINs anwenden, also auf alle Formate desselben Titels. Die Zuordnung ist manuell, jede ASIN wird einzeln hinzugefügt.

Warum wurde mein A+ Content abgelehnt?

Die häufigsten Gründe sind Preisangaben, Zeitbezüge wie „jetzt“ oder „neu“, zitierte Kundenrezensionen, Weblinks und fremde Logos. Dazu Alt-Text, der das Bild nicht beschreibt. Auch Rechtschreibfehler und Kleintext führen zur Ablehnung.

Lohnt sich A+ Content auch für Notizbücher und Gästebücher?

Gerade dort. Bei Low-Content-Büchern gibt es keinen Blick ins Buch. Die A+-Strecke ist die einzige Stelle, an der ein Käufer die Innenseiten sieht. Schon drei oder vier Seiten machen aus einem unbekannten Notizbuch ein einschätzbares Produkt.

Du willst nicht bei null anfangen?

Meine A+-Vorlage für Canva hat die fünf Seiten schon angelegt, in den Maßen aus diesem Artikel. Du tauschst Cover, Text und Bilder aus, exportierst und lädst hoch. Vorlage kostenlos sichern

Fazit: fünf Bilder, und dein Buch zeigt endlich, was drin ist

Du brauchst keine Marke. Du hast fünf Slots. Und die Strecke trägt über die Bilder.

Nimm dir ein Buch aus deinem Regal, bau die fünf Module, reich sie ein. Nach acht Werktagen nimmst du dir die nächste Buchseite vor. Das geht nicht von heute auf morgen, es ist kein Schnell-reich-werden-System. Aber du veränderst damit in zwei Stunden etwas Sichtbares.

Du hast noch gar kein Buch online? Dann ist A+ noch nicht dran, und ehrlich gesagt: In meinem kostenlosen Print-on-Demand-Kurs kommt A+ auch nicht vor. Er ist für die Stufe davor: drei Videos mit dem Reality-Check, ob Print on Demand zu dir passt, warum Amazon KDP der beste Einstieg ist und welche drei Fehler Anfänger machen. Dazu den PDF-Erfolgsleitfaden für dein erstes Produkt in sieben Tagen.

Daniel Gaiswinkler hat über 150.000 Print-on-Demand Produkte verkauft und verdient seit 2015 mit POD Geld – neben seiner Familie mit 3 Kindern. Auf Success on Demand zeigt er dir, wie das realistisch funktioniert. Ohne Hype.

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