Scheitern tut weh – spring rein in den Misserfolg!

90% der Menschen scheitern an ihren Zielen.

60%, weil sie zu früh aufgeben.

30%, weil sie ein Spiel beginnen, bevor sie die Regeln kennen.

Zu welchen Menschen gehörst du?

Ums Scheitern geht es in diesem Artikel. Und darum, warum Misserfolge Teil deines Erfolgs als Unternehmer sind.

Tobende See, fliegende Holzscheite und zerschellte Ideen

Die meterhohen Wellen schleudern das Schiff immer näher an die Klippen, bis es schließlich an den Felsen zerschellt. Holzscheite fliegen durch die Luft ins tobende Meer…

Von solch dramatischen Szenen sprach man ursprünglich, wenns ums Scheitern ging.

Von den in Holzscheite zerschellten Schiffe. Und damals bedeutete Scheitern das endgültige Ende.

Klar sprechen wir auch heute noch von Scheitern, wenn jemand finanziell, körperlich und/oder bezüglich Beziehungen komplett am Ende ist.

Ganz so eng benutze ich den Begriff nicht. Ich halte mich eher an den Duden:

Scheitern bedeutet:

  1. ein angestrebtes Ziel nicht erreichen, keinen Erfolg haben
  2. misslingen, missglücken, fehlschlagen

Es geht mir also mehr um Misserfolge. Vielleicht ums Zerschellen von Ideen im Business-Alltag. Um das Verfehlen von Zielen.

Wenn ich es zum Beispiel nicht schaffe, regelmäßig ins Fitness zu gehen, obwohl ich das in meinem Ziel-Plan drin habe. Dann habe ich mein Ziel verfehlt und bin gescheitert.

Aber eben nicht endgültig, denn das Wichtigste ist, dass ich mich immer wieder neu auf meine Ziele ausrichte, auch wenn ich mal gescheitert bin.

 

Erfolg und Scheitern gehören zusammen

Bist du auch vom Perfektionismus unserer deutschen Kultur befallen? Hast du auch früh gelernt, dass es ganz schlimm ist, Fehler zu machen? Plagen dich Versagensängste?

Diese Ängste sind ein grosses Hindernis zu deinem Erfolg. Sie lähmen dich, machen dich zögerlich, entscheidungsschwach und ersticken deine Kreativität. Vor lauter Angst vor Misserfolgen tust du gar nichts mehr, bist praktisch handlungsunfähig.

Aber gerade das Handeln ist so wichtig, wenn du Erfolg haben willst. Wie sonst willst du deine Ziele erreichen?

Darum ist eine der herausragenden Eigenschaften eines Unternehmers die Bereitschaft, Risiken einzugehen. Die Bereitschaft zu handeln und dadurch bewusst Misserfolge in Kauf zu nehmen.

“Scheitern setzt Handeln voraus, und Handeln strebt nach Erfolg. Erfolg und Scheitern sind daher fest miteinander verbunden.”, schreibt Sighard Neckel, Soziologie-Professor in diesem Artikel.

So ist das erfolgreiche Handeln der Gegenpol zum Scheitern.

Oder anders gesagt:

  • Geh mutig durch deine Ängste hindurch.
  • Setz dir Ziele und gehe unbeirrt auf diese zu.
  • Misserfolge werden sich dir in den Weg stellen, wie sie es bei jedem erfolgreichen Menschen tun.
  • Nimm sie zur Kenntnis, lerne daraus.
  • Und dann steh auf, korrigiere dein Vorgehen und geh weiter auf dein Ziel zu.

Misserfolge sind Wegweiser: sie zeigen dir, wo der Weg zu deinem Erfolg nicht langgeht, dass eine Korrektur deiner Ausrichtung notwendig ist.

So gesehen gehört das Scheitern zum Erfolg.

 

Scheitern-Prävention: Ideen-Muskel trainieren

Also, mach dich schon mal bereit: den Misserfolgen wirst du früher oder später begegnen, wenn du entschlossen auf deine Ziele zu steuerst.

Damit du im Falle des Scheiterns nicht total plan- und fassungslos dastehst, lohnt es sich, etwas vorzusorgen:

Trainiere deinen Ideen-Muskel!

James Altucher, ein amerikanischer Out of the box-Denker, ist überzeugt, dass Ideen der Schlüssel zum Erfolg sind. Ideen fallen dir aber normalerweise nicht einfach so zu. Schon gar nicht in einer Notsituation.

Deshalb empfiehlt Altucher in seinem Buch Choose yourself! das Ideenfinden zu trainieren. Er nennt das, den Ideen-Muskel trainieren.

Das geht ganz einfach: Schreibe täglich mindestens 10 Ideen zu einem Thema auf.

Zum Beispiel:

  • 10 Ideen zu “Wie kann ich jemandem helfen?”
  • 10 Ideen zu “Wie kann ich mein Produkt verbessern?”
  • 10 Ideen zu “Was meine Kunden wirklich brauchen”

Machst du das täglich, hast du nach einem Jahr 3650 Ideen zusammengetragen. Davon wird dir die eine oder andere dienlich sein, wenn du einmal wie der Esel am Berg stehst und nicht weiter weisst.

Und vor allem hast du einen fitten Ideen-Muskel, wenn es einmal nicht rund läuft. Dann wirst du mit Leichtigkeit Ideen finden, wie du dich neu ausrichten kannst, um deinen Zielen näher zu kommen.

 

Dein starkes Warum hilft dir wieder aufzustehen

Wenn du zu den 10% gehören willst, die Erfolg haben, brauchst du ein starkes Warum.

Ziele setzen und aufschreiben ist sicherlich wichtig. Darüber hinaus musst du dir aber kristallklar sein, WARUM du diese Ziele erreichen willst.

Erforsche also dein Warum: den Wunsch, der hinter deinen Zielen steckt. Meistens ist es ein Gefühl, das du anstrebst.

  • Vielleicht willst du dich frei fühlen?
  • Oder du willst dich sicher fühlen, mit dem Geld, das du zu verdienen beabsichtigst?
  • Vielleicht willst du dich nützlich fühlen mit der Dienstleistung, die du erfolgreich verkaufen wirst?
  • Oder du möchtest dich wieder fit und sexy fühlen?

Kläre, wie du dich fühlen willst. Und prüfe zwischendurch auch mal, ob du dein Wunschgefühl nicht jetzt schon fühlen kannst, damit du nicht irgendwann merkst, dass du der falschen Rübe hinterher rennst.

Ein klares Warum hilft dir enorm, wenn du gerade von Misserfolgen umzingelt bist und meinst, komplett gescheitert zu sein. Erinnere dich dann daran, wozu du das alles machst, wohin du willst, WARUM du diesen Weg gewählt hast und WARUM es sich lohnt, deine Ziele weiter zu verfolgen.

Als kleiner Trick hilft es, wenn du mit nahen Menschen über dein Warum sprichst. Erkläre ihnen, warum du deine Ziele erreichen willst. Und wenn du einmal mit dem Rücken zur Wand stehst und dein ganzes Vorhaben anzweifelst, dürfen sie dich liebevoll daran erinnern, warum du auf diesem Weg bist und warum du weitermachen sollst.

Und dann erinnere dich an dein Warum, steh auf und gib Vollgas!

 

Und du? Was ist bei dir schon schief gelaufen? Welche Projekte sind gescheitert und wie bist du damit umgegangen?

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