T-Shirtbusiness Steuern zahlen – was du bei Spreadshirt und Co. beachten musst

Hilfe...ich muss auf mein T-Shirt Business Steuern zahlen.

Wie und wann musst du auf deine Verkäufe steuern zahlen? Besonders im deutschen Steuerrecht ist dies ein sehr komplexes Thema, weshalb ich dir einige wichtige Tipps mit auf den Weg geben möchte. Sollte sich dein Business positiv weiterentwickeln, findest du mit meinen Hinweisen zudem schnell die richtige Steuerberatung und gewinnst rund um das komplexe Thema der Steuern schnell den gewünschten Überblick. So kannst auch du mit deinem T-Shirt Business ohne Kopfschmerzen Geld verdienen.


Die wichtigsten Grundlagen, damit du nicht mehr überfordert bist!

Natürlich möchte ich dir mit diesem Artikel helfen, aber ganz wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass ich selbst kein Steuerberater bin, sondern durch meine eigenen Erfahrungen im T-Shirt Business Gewerbe einiges über die steuerliche Belastung lernen konnte.

Der Artikel stellt somit keine rechtsgültige Beratung dar, sondern informiert dich kurz und knapp über deine anfallenden Steuern im T-Shirt Business. Im konkreten Einzelfall bitte immer einen Profi aufsuchen. 

Die drei Grundsteuerarten für selbstständige Tätigkeiten

1) Einkommenssteuer

Nach der Gründung ist es wichtig, die anstehenden Einkommenssteuerzahlungen im Blick zu haben. Diese reicht progressiv von 0 Prozent beim stetig ansteigenden Grundfreibetrag von derzeit etwa 9.000 Euro bis hin zu 42 Prozent ab 55.000 Euro Jahresgewinn. Ab einem Jahresgewinn von 250.000 Euro beträgt diese sogar 45 Prozent. In Abhängigkeit von deinen Einnahmen wirst du diese Steuer nach dem eigenen Jahresabschluss entrichten müssen.

Falls du Arbeitnehmer bist, dann wird dein Gehalt mit in diese Rechnung aufgenommen und du zahlst am Jahresende 

2) Gewerbesteuer

Die zweite relevante Zahlung ist die Gewerbesteuer, die ab einem Ertrag von mehr als 24.500 Euro zu bezahlen ist. Dieser wird anschließend mit einer spezifischen Steuermesszahl und dem Hebesatz deiner Gemeinde verrechnet. Dieser liegt in der Regel zwischen 300 und 400 Prozent, was in der Gesamtrechnung zu durchschnittlichen Zahlungen von etwa 10 Prozent des Gewinns führt.

Das dürfte bei den meisten Anfängern erstmal weniger relevant sein. Wenn du in diesen Bereich fällst, dann zahlst du meist jedes viertel Jahr deine Gewerbesteuer. 

3) Umsatzsteuer

Eine dritte relevante Steuer ist die Umsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent. Diese wird jedoch nicht für Kleinunternehmer relevant, die mit ihrem Umsatz unter der Grenze von 17.500 Euro liegen. Aber ACHTUNG - du hast ein sogenanntes Wahlrecht und kannst direkt von Anfang an auch in der Kleinunternehmerregelung Umsatzsteuer abführen. Dies hat gerade in Verbindung mit dem T-Shirtbusiness teilweise Vorteile.

Gerade in wenn du Facebook Werbung machen solltest, aber näheres dazu sollte dir dein Steuerberater erklären. Hier gibt es einige Fallstricke. Alle weiteren Unternehmensformen sind hingegen zur Zahlung verpflichtet. Die Umsatzsteuer ist jedoch nicht nur ein Nachteil, sondern kann bei der Anschaffung von Waren oder bei der Inanspruchnahme von Dienstleistungen schnell zum Vorteil werden. Die 19 Prozent Umsatzsteuer kannst du dann steuerlich geltend machen und sparst somit auch selbst im Einkauf in Deutschland.

Konkretes Beispiel mit Spreadshirt: Bist du "Kleinunternehmer" dann zahlt dir Spreadshirt die Provision ohne Umsatzsteuer aus, weil du diese nicht ans Finanzamt abführen musst. Das übernimmt Spreadshirt dann in deinem Fall. 
Bist du Umsatzsteuerpflichtig, dann bekommst du den vollen Betrag ausgezahlt und musst selbst die Umsatzsteuer ans Finanzamt abführen.

Konkretes Beispiel mit Facebook: Bist du "Kleinunternehmer" dann zahlst du mit jeder Rechnung von Facebook nochmal zu deinen Werbekosten 19% ans Finanzamt, was deine Werbekosten natürlich drastisch hebt. 

Mit welchen Steuerfragen wirst du konfrontiert?

Im T-Shirt Business wird es sehr schnell international. Du lädst zum Beispiel bei Amazon Merch hoch? 

Dann bekommst du Provisionen aus USA und der EU. Zahlst du hier darauf Umsatzsteuer oder nicht? Bzw. was kommst auf die Rechnung drauf?

Du hast einen Shopify Shop und willst in der EU verkaufen? Dann freue dich auf das extrem komplexe Umsatzsteuerrecht. Dies geht soweit, dass du in jedem Land eine Umsatzsteuernummer brauchst und dort auch diese zahlen musst, wenn du gewisse Freigrenzen überschreitest.

Im konrekten Falle von Merch by Amazon hilft der Zusatz auf der Rechnung mit dem Hinweiß auf das Reverse Charge Verfahren. Dazu google einfach mal. 

Bei Shopify wird die Sache wirklich komplexer und hier hilft nur eine professionelle Beratung. 

Vielfältige Möglichkeiten rund um das Steuerrecht im T-Shirtbusiness

Du merkst selbst, bereits an dieser Stelle wird der gesamte Steuervorgang durchaus komplex, weshalb ich dir auf jeden Fall die Unterstützung eines Steuerfachmanns empfehlen kann. 

Dennoch kann es natürlich nicht schaden, sich selbst zu den thematischen Zusammenhängen zu belesen und die eigenen Kenntnisse für das eigene T-Shirt Business Gewerbe zu erweitern. Mit gezielten Fragen ermittelst du bereits beim ersten Gespräch mit deinem Steuerberater, ob dieser dich gut beraten kann und wie die Zusammenarbeit rund um die Steuerberatung aussieht.

Wichtige Hinweise für die Einzelunternehmensgründung 

Viele T-Shirt Designer überlegen zu Beginn ihrer Idee, welche Businessform sich am besten eignet. Ich empfehle dir hierzu die Gründung eines Einzelunternehmens. Zwar kannst du dich auch für eine GmbH entscheiden, diese verursacht durch Mindesteinlage von 12500 Euro und viele weitere Kostenpunkte jedoch einen enormen Aufwand.

Eine Alternative stellt durchaus auch die Kleinunternehmer-Regelung dar, von der ich aus meiner Erfahrung jedoch eher abrate. Hierbei kann es passieren, dass du am Jahresende Nachzahlungen zu deinen Facebook-Rechnungen findest, in denen du zur Umsatzsteuernachzahlung verpflichtet wirst.

Aber nicht nur bei Facebook, auch bei dem Amazon Werbeprogramm können dir dann deftige Steuer Nachzahlungen drohen. 

Folgende Unternehmsformen gibt es hier in der Übersicht schön zu sehen -klick-

Achtung, als Einzelunternehmer haftest du mit deinem gesamten Vermögen

Natürlich hast du bei deinem Print-on-Demand Business keine großen Rechnungen ausstehen wie in anderen Betrieben und meist auch kein Personal, was dich verklagen könnte. 

Aber trotz alledem solltest du dir Gedanken über Absicherungen der größtmöglichsten Risiken machen. 

Dazu kommt in jedem Falle, der Abschluss einer Media Haftpflichtversicherung. Abmahnungen zum Thema Markenrecht sind das größte Risiko beim Start in die Selbstständigkeit im T-Shirt Business. 

Die Mediahaftpflicht ist wirklich eine Pflichtversicherung wie im normalen Leben ein Haftpflichtversicherung. Ohne Haftpflichtversicherung ist es grob fahrlässig überhaupt anzufangen. 

Tipps um den "richtigen Steuerberater" zu finden

Das Erstgespräch mit einem Steuerberater ist in der Regel kostenlos und hier solltest du direkt mit deinen Fragen kommen und auch schlüssig erklären können, was du genau im Internet arbeitest. Die meisten sind nämlich wenig bis eher schlecht informiert was es alles im Internet gibt und haben hier Aufholbedarf.

Wenn du z.Bsp. mit Dingen wie "Reverse Charge Verfahren" kommst oder der Nachzahlung der Umsatzsteuer auf Facebook Rechnungen bei der "Kleinunternehmerregelung", dann sollte dein Steuerberater Antworten parat haben. Hat er es nicht, dann muss auch er diese Dinge schnell lernen um dich gut und sauber beraten zu können.

Folgende Fragen sollte er klären können:

  • Dropshipping - Streckengeschäfte in der EU - wie verhält es sich mit der Umsatzsteuer
  • Provisionen aus dem Ausland - primär den USA und EU

Fazit zum Thema Steuern zahlen im T-Shirtbusiness

Wenn du in diesem Auszug allerdings auf konkretere Zahlen gehofft hast, dann muss ich dich enttäuschen. Dafür ist das Steuerrecht zu komplex, als das du sagen kannst: "Ich habe Summe X verdient und zahle Summe Y".

Mir hilft meine Faustformel. Ich lege 50% jeden Monat für die Steuer weg, manchmal sogar noch mehr. So erlebe ich keine bösen Überraschungen. Denn auch diese  werden kommen.

Steuerberater machen Fehler, sie sind Menschen! Diese Fehler kosten Geld, doppelt!

Falls du noch mehr über das komplexe Thema wissen möchtest, dann empfehle ich dir mein Coaching Teemoney. In diesem beschäftige ich mich noch einmal deutlich detaillierter mit dem Steuerrecht und verrate dir, worauf du dich einstellen musst.

Beste Grüße
Daniel

Daniel Gaiswinkler

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Über den Autor

Daniel Gaiswinkler hat es mit 34 Jahren vom einfachen Postboten mit durchschnittlichem Realschulabschluß zum erfolgreichen Internet-Entrepreneur mit einem tollen Team geschafft.


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